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2010 haben Aktive aus dem Energiewende-Bündnis die Bürger-Energie-Genossenschaft EnerGeno gegründet • www.eghf.de

Aktion gegen die Pläne für ein Erdgaskraftwerk in Heilbronn

"freche" Post an die Stadträtinnen und Stadträte in Heilbronn

19.05.2021

Die EnBW plant, trotz Treibhauseffekt und Klimakrise ein neues großes Gasturbinenkraftwerk am Standort des Heilbronner Kohlekraftwerks zu bauen, eine fatale Entscheidung, die das Treibhausgas-"Budget" auf Jahrzehnte hinaus belasten wird. Und natürlich ist das kein Schritt der Energiewende, sondern im Gegenteil ein falsches Beharren auf einer nicht nachhaltigen, fossilen Ideologie.

Uns vom Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn beschäftigt dabei auch, dass die bei Förderung, Bearbeitung, Transport und Verwendung von Erdgas immer vorhandene direkte Freisetzung von Erdgas in die Atmosphäre nicht beachtet wird, obwohl der Hauptbestandteil vom Erdgas, das Methan, noch viel stärker klimaschädlich ist als CO2. Noch dazu wird die Schädlichkeit von Methan häufig unterschätzt, weil in der Vergleichsbetrachtung mit CO2 die zeitliche Dynamik nicht wahrgenommen wird. Der Faktor einer circa 28-fachen Schädlichkeit auf Sicht von 100 Jahren ist schon dramatisch, umso mehr ist das aber der Faktor von circa 84 auf Sicht der ersten 20 Jahre (massebezogen, Zahlen des IPCC).
Das bedeutet: Erdgas ist keinesfalls eine "Brückentechnologie" für die nächsten 24 Jahre bis 2045, sondern es ist geradezu ein Treibhaus-Turbo.

Da sich offenbar die Stadtverwaltung Heilbronn bereits intensiv mit den Plänen für das Gaskraftwerk befasst und nun auch der Gemeinderat damit befasst werden soll, startet das Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn heute eine Aufklärungsaktion mit Post für die Heilbronner Stadträtinnen und Stadträte:
Heute geht das beigefügte Schreiben an die Stadträtinnen und Stadträte in den Versand, begleitet von einem frechen Geschenk: um die Aufmerksamkeit mit etwas Augenzwinkern auf das Thema Gas zu fokussieren, gewissermaßen auch im Sinn einer Folgen-Betrachtung ("es zählt, was hinten raus kommt") schenken wir mit jedem Schreiben ein so genanntes Pups-Kissen. Wir sind gespannt auf die Reaktion der Rätinnen und Räte. Wichtig ist, dass ihnen deutlich wird: ein neues Gaskraftwerk in Heilbronn wäre ein Booster der Klimakrise, und eine Unterstützung durch den Gemeinderat würde viele andere Klimaschutzanstrengungen zerstören.

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Photovoltaik schnell ausbauen – kein Ersatz von Kohle durch Erdgas!

Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn und BUND begrüßen Masterplan Klimaschutz

Pressemitteilung vom 30.04.2021

Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn und BUND Regionalverband freuen sich, dass nun endlich der Klimaschutz-Masterplan vorliegt. Vor wenigen Wochen hatte das Energiewende-Bündnis mit einer auf das Rathausdach projizierten Photovoltaik-Anlage darauf aufmerksam gemacht, dass der Klimaplan nach weit über einem Jahr noch immer in der Schublade lag.

Wichtig ist den Klimaschutz-Aktivisten, dass ein Klimaschutz-Controlling zur Steuerung der Maßnahmen hinsichtlich der Zielerreichung aufgenommen wurde. Da der Plan in der Schublade inzwischen einigen Staub angesetzt hat, müssen die definierten Ziele bald an die ambitionierteren neuen Vorgaben der Europäischen Union angepasst werden. Um das Pariser Klimaziel 1,5°C zu erreichen, muss Heilbronn 2035 klimaneutral sein, als Zwischenziel sollten 2030 bereits 100% Erneuerbare Energien erreicht werden.

Der Masterplan enthält wichtige Instrumente, um dies zu erreichen:

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Klimaschützer installieren Photovoltaik-Anlage auf dem Heilbronner Rathaus

Pressemitteilung vom 17.03.2021

Am Mittwoch, 17.03.2021, projizierten Klimaschützer vom Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn zusammen mit dem BUND Regionalverband Heilbronn-Franken eine Photovoltaik-Anlage auf das Heilbronner Rathausdach mit dem Slogan „Energiewende = Klimaschutz“.

„Um das in Paris vereinbarte Ziel, die Erderwärmung auf maximal 1,5°C zu begrenzen, zu erreichen, muss Deutschland bis spätestens 2035 Klimaneutralität erreichen“, erklärt Gottfried-May-Stürmer vom BUND. Dazu müsse die Energiewirtschaft, heute mit Abstand der größte Produzent von Treibhausgasen, vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt werden. In der Großstadt Heilbronn kommt dafür kurzfristig nur Solarenergie in Frage.

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Risse in den Dampferzeugern

im Atomkraftwerk Neckarwestheim

Das Atomkraftwerk Neckarwestheim II ist momentan für die jährliche Revision heruntergefahren. Bei den Revisionen 2018 und 2019 wurden jeweils massive Schäden in den für die Sicherheit extrem wichtigen Dampferzeugern festgestellt. Nach unseren Informationen wurden auch dieses Jahr wieder Risse gefunden.

Allein bei der Revision 2019 wurden 209 Risse an 191 Rohren entdeckt. 90 davon (an 90 Rohren) waren 2018 übersehen worden. Die restlichen Risse sind laut Betreiber und Atomaufsicht innerhalb des nur 9 Monate langen Betriebszyklus 2018/2019 neu entstanden und haben in diesem
Zeitraum bis zu 70 % der Wandstärke durchdrungen. Auch offizielle Stellen befürchten, dass weiter Risse entstehen können, da die Ursache für die Korrosion nicht zu beheben ist. Die Dampferzeuger sind somit irreparabel geschädigt. Planmäßig soll das AKW Neckarwestheim II erst Ende 2022 stillgelegt werden.

Da die Atomaufsicht unter Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) ihrer Pflicht zum Schutz der Bevölkerung vor den Gefahren des sehr alten Reaktors bislang nicht nachkommt, haben wir von dem renommierten Reaktorsicherheitsexperten Prof. Dr.-Ing. habil. Manfred Mertins (TH Brandenburg, vormals Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit - GRS gGmbH) eine Bewertung zu den Schäden durch Spännungsrisskorrosion an den Dämpferzeuger-Heizrohren im KKW Neckärwestheim 2 (GKN-II) erstellen lassen. Diese kommt zu dem Schluss dass das bloße Verstopfen einzelner Rohre, das EnBW bisher praktiziert, sowohl die deutschen Sicherheitsanforderungen als auch weltweit anerkannte kerntechnische Sicherheitsstandards missachtet.

Mit unserem Dachverband Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar e.V. (BBMN) haben wir zusammen mit der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt und dem BUND Baden-Württemberg zusammen mit vier in der Nähe des AKW wohnenden Privatpersonen heute einen Antrag auf Austausch der Dampferzeuger beim Umweltministerium gestellt.

Am Freitag, 04.07.2020, haben wir mit einer Aktion vor dem Umweltministerium die Atomaufsicht aufgefordert endlich zu handeln

In der Nacht vom 7. auf den 8.7.2020 haben wir einen großen Riss auf die Reaktorkuppel projiziert: „Riss-Reaktor abschalten bevor es kracht!“
Zuvor war uns bekannt gewortden dass sich auch in den vergangenen Monaten neue Risse in den Dampferzeuger-Heizrohren gebildet haben. Das ist das Ergebnis der aktuellen Riss-Untersuchungen, über die weder EnBW noch das Umweltministerium bisher öffentlich informiert haben.

Darüber hinaus hat nun ein weiterer Reaktor-Experte in einem zweiten Gutachten ebenfalls schwere Bedenken gegen die Wiederinbetriebnahme des AKW Neckarwestheim II geäußert. Dipl.-Ing. Helmut Mayer ist Dozent für Kraftwerkstechnik und als ehemaliger Betriebsleiter des AKW Biblis ein ausgewiesener Experte an der Nahtstelle zwischen Theorie und Praxis des AKW-Betriebs. In seiner Expertise kommt er zu dem Ergebnis, „dass eine Betriebsgenehmigung für ein Kernkraftwerk mit Heizrohrschäden, wie sie im GKN II vorliegen, nicht zu verantworten ist“.


Klimaschutz- und Energiekonzept für Heilbronn vorgestellt

Im Pariser Klimaschutzabkommen hat sich Deutschland verpflichtet Anstrengungen zu unternehmen, um den Temperaturanstieg auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Hierfür ist laut IPCC eine Reduktion der CO2-Emissionen bis spätestens 2040 auf Netto-Null notwendig.

Rund 85% der CO2-Emissionen in Deutschland sind energiebedingt. Diese Arbeit fokussiert sich daher auf diesen Bereich. In Deutschland wird Energie in den Sektoren Mechanische Energie (39%), Raumwärme (27%), Prozesswärme (24%), Warmwasser (5%), Beleuchtung (3%) und IKT (Information- und Kommunikationstechnik, 2%) benötigt.
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Das 35-Seitige Konzept kann hier heruntergeladen werden (pdf)

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10 Jahre Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn

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2009: Evakuierungsübung

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2010: EnerGeno-Gründung

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2010: Weindorf-Eröffnung

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2010: Demo in Berlin

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2010: Die 4. Revolution wochenlang im Arthaus-Kino

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2010: Größte Anti-Atom-Demo Heilbronns

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2011: Wir decken die Einlagerung von Radioaktivem Müll aus Atomanlagen im Salzbergwerk auf

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2011: Ein Tag nach Fukushima, 60.000 Menschen auf 45 km

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2012: Demo am Fukushima-Jahrestag

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2012: Demo anlässlich des Atomforums in Stuttgart

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2012: Demo anlässlich des Staatsbesuchs Hollandes in Ludwigsburg

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2013: Großes Presse-Echo auf Emissions-Spitzen bei GKN-Revision

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2014: Film und Kunstnacht mit Titanic

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2014: Protest gegen TTIP

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2016: Fukushima-Jahrestag Demo in Neckarwestheim

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2017: Neckar Castorfrei Proteste

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2017: Busfahrt zur Demonstration anlässlich der Weltklimakonferenz in Bonn

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2018: Protest-Aktion wegen Rissen im AKW Neckarwestheim

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2018: Busfahrt zur Klima-Kohle-Demo nach Köln