Energiewende Heilbronn Blog


Meldepflichtiges Ereignis beim Kernkraftwerk Philippsburg 2: Innere Leckage an einem Probenahmek√ľhler im Kernkraftwerk Philippsburg (Block 2)

erstellt am: 27.01.2012 • von: Daniel • Kategorie(n): KKP Philippsburg, meldepflichtige Ereignisse KKP 2

Am 23. Januar 2012 wurde an einer Aktivit√§tsmessstelle im Sicherheitskomponentenk√ľhlsystem ein geringf√ľgiger Anstieg der Aktivit√§t beobachtet. Ursache war eine kleine innere Leckage an einem Probenahmek√ľhler. Das Probenahmesystem dient der Entnahme von K√ľhlmittel aus dem Prim√§rk√ľhlkreislauf zur chemischen Untersuchung. Das Prim√§rk√ľhlmittel muss bei der Entnahme zur Untersuchung abgek√ľhlt werden. Dies ist Aufgabe des betroffenen Probenahmek√ľhlers. (mehr …)


Atomregion Heilbronn – auch unter Tage

erstellt am: 26.01.2012 • von: Franz • Kategorie(n): Anti-Atom, Atomm√ľll & Castor, Lokalpolitik

L√∂cher stopfen mit radioaktivem M√ľll
Manuskript f√ľr die Pressekonferenz √ľber den radioaktiven M√ľll in den Salzbergwerken Heilbronn und Bad-Friedrichshall-Kochendorf, 26.1.2012:

„Atomkraft ist ein Verbrechen an der Menschheit. Und wir sitzen in Heilbronn in einem der Brennpunkte.
Ich frage mich, warum muss man den Menschen hier, zus√§tzlich zu den vier dramatischen Atomgefahren in unmittelbarer N√§he, ohne Not und ohne ehrliche Diskussion eine 5. Atomgefahr hinzuf√ľgen? Ich pers√∂nlich sehe da auch eine Kontinuit√§t zur traurigen Geschichte als Atombombenstandort.

Die Lagerung von riesigen Mengen radioaktiven Materials 200 m unter Heilbronn und Kochendorf ist vermutlich das kleinste unserer atomaren Probleme hier, aber m√∂glicherweise das am Weitesten in die Zukunft reichende. Heilbronn ist nicht Gorleben oder Morsleben, ist nicht Asse oder Schacht Konrad. Aber beim Verharmlosen, Vertuschen und Beschimpfen der kritischen √Ėffentlichkeit, da gibt es durchaus Parallelen. (mehr …)


Gef√§hrlich schlechter Beton im Atomm√ľll-Lager Neckarwestheim

erstellt am: 26.01.2012 • von: Franz • Kategorie(n): Anti-Atom, Atomm√ľll & Castor, GKN Neckar­westheim

E-Mail ans Umweltministerium
E-Mail von 16.1.2012:

„An das Umweltministerium Baden-W√ľrttemberg
Herrn Minister Untersteller und Abt. 3 Kernenergie√ľberwachung, Strahlenschutz

Sehr geehrter Herr Minister, sehr geehrte Damen und Herren,

der Presse (s.u.) entnehme ich, das baden-w√ľrttembergische Umweltministerium bescheinige dem Zwischenlager in Neckarwestheim eine „sicherheitstechnisch sehr gute Ausstattung“, weil es unterirdisch angelegt ist.

Offensichtlich ist in Vergessenheit geraten, dass beim Bau des Lagers anderer, und zwar schlechterer, Beton verwendet wurde als laut Genehmigung notwendig gewesen wäre.
Ein Materialpr√ľfer Harald M√ľller pr√ľfte 2009 die Vorw√ľrfe im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart und stellte fest, dass die Betonqualit√§t unzureichend sei, mit der Folge, dass der Stahl im Beton vor Ablauf der genehmigten 40 Jahre korrodieren k√∂nne, was eine Gef√§hrdung der Standfestigkeit bedeute. Leider wurde das Gutachten nie ver√∂ffentlicht, sondern nur in Kernaussagen in der Presse erw√§hnt, da die Staatsanwaltschaft eine Ver√∂ffentlichung absurderweise mit Verweis auf Betriebsgeheimnisse des Lieferanten des fehlerhaften Betons ablehnte. (mehr …)


Atomkraftgegner kritiseren Endlager-Gesetzentwurf

erstellt am: 24.01.2012 • von: Daniel • Kategorie(n): Anti-Atom, Atomm√ľll & Castor, Politik

Pressemitteilung von .ausgestrahlt

‚ÄěMit diesem Gesetzentwurf ist kein Atomm√ľll-Konsens m√∂glich‚Äú

Atomkraftgegner bieten Unterst√ľtzung an, entweder der Regierung oder der Bev√∂lkerung in m√∂glichen Standortregionen.

Zum Gesetzentwurf f√ľr ein ‚ÄěStandortauswahlgesetz‚Äú f√ľr Atomm√ľll-Endlager erkl√§rt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

‚ÄěWas die Bundesregierung da vorlegt, ist absolut entt√§uschend. Damit wird es nicht gelingen, einen wirklichen gesellschaftlichen Konsens in der Atomm√ľll-Frage herzustellen. Vorrausetzungen f√ľr einen solchen Konsens sind aus unserer Sicht vier Punkte: (mehr …)


Rösler will Energiewende verhindern und Alleinherrschaft der Konzerne durchsetzen

erstellt am: 15.01.2012 • von: Daniel • Kategorie(n): Energiewende, Photovoltaik, Politik

Mittags ist die Strom-Nachfrage am gr√∂√üten und fr√ľher waren Mittags die Strompreise auch am h√∂chsten – und die 4 Atomkonzerne konnten besonders dann gro√üe Gewinne einstreichen. Nur: Mittags scheint die Sonne auch am Meisten. Und da die Photovoltaik die am schnellsten wachsende Erzeugungsform erneuerbarer Energien und die tragende S√§ule der Energiewende in B√ľrgerhand ist, sinken jetzt die Strompreise Mittags. Das macht den 4 gro√üen Energiekonzernen in Deutschland Angst.

Und da die FDP anscheinend – statt Wettbewerb und viele Erzeuger (und auch noch vorrangig viele Hunderttausend B√ľrgerInnen…) – lieber die Oligopol-Struktur im Energiesektor zementieren will, setzt R√∂sler mal wieder zum Schlag gegen die Erneuerbaren Energien an:

Bundeswirtschaftsminister Philipp R√∂sler (FDP) fordert eine grundlegende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Die F√∂rderung der Erneuerbaren in ihrer jetzigen Form habe sich √ľberlebt, sagte er dem Handelsblatt. ‚ÄěDas sprengt auf Dauer das System und ist nicht zukunftsf√§hig‚Äú, sagte der Minister. Besonders kritisch sieht R√∂sler die¬† Photovoltaik. Die¬† Ausbaugeschwindigkeit √ľbersteige das wirtschaftlich vern√ľnftige Ma√ü. Zwischen der H√∂he der F√∂rderung und dem Beitrag der Photovoltaik zur Stromversorgung bestehe ein ‚Äěeklatantes Missverh√§ltnis, das mir weder volkswirtschaftlich noch energiewirtschaftlich sinnvoll oder zukunftsf√§hig erscheint‚Äú, sagte er.

[…]

R√∂sler spricht sich daf√ľr aus, die im¬†¬† EEG festgeschriebenen festen Einspeiseverg√ľtungen aufzugeben. Stattdessen will der Minister die Energieversorger verpflichten, einen bestimmten Teil ihres Stroms aus erneuerbaren Quellen zu liefern. Sie k√∂nnten die Erzeugungsform selbst w√§hlen. Dieses Mengenmodell werde einen Effizienzwettbewerb ausl√∂sen, sagte R√∂sler. Quelle: Handelsblatt.de

Nachdem die FDP ihren Lieblings-Konzernen nicht mehr durch Steuergeschenke und Versicherungs-Befreiungen f√ľr deren Atomkraftwerke, √ľberh√∂hte Strompreise durch mangelnden Wettbewerb im Oligopol und Kriege um Rohstoffe unter die Arme greifen kann, werden jetzt neue Wege gesucht…

[Update 16.01.2012] Auch EUROSOLAR hat zu der Frechheit von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) eine Pressemitteilung verfasst:

Klientelpolitik statt Energiepolitik

Die Pl√§ne von Bundeswirtschaftsminister R√∂sler zielen in die falsche Richtung. (mehr …)


Frankreich baut Windkraftanlagen

erstellt am: 13.01.2012 • von: Daniel • Kategorie(n): Anti-Atom, Energiewende, Fukushima, Presse

Noch vor Kurzem h√§tte das Projekt nach Utopie geklungen: Die eingefleischte Atomnation Frankreich setzt auf Windkraft – und das sogar unter einer konservativen F√ľhrung. Sechs Gigawatt Strom sollen Windr√§der in franz√∂sischen Gew√§ssern ab 2020 liefern – gar nicht so viel weniger als die geplanten zehn Gigawatt vor deutschen K√ľsten. weiterlesen bei der Financial Times Deutschland

Mit der Dynamik der Energiewende in Deutschland die sp√§testens vor √ľber zw√∂lf Jahren mit dem Inkrafttreten des EEG gestartet ist, hat diese Konzern-Strategie zwar nichts zu tun – aber f√ľr Frankreich trotzdem beachtlich! Mit unz√§hligen dezentralen Windkraftanlagen (zum aller gr√∂√üten Teil an Land) und den allgegenw√§rtigen Photovoltaik-Anlagen ist die Energiewende in B√ľrgerhand hierzulande viel schneller – und nicht so einfach zu stoppen.

Aber auch Frankreichs staatliche Atomkonzerne bekommen die hohen Kosten der Atomkraft zur Zeit mal wieder zu sp√ľren. Der Strestest, in Frankreich von der staatlichen Atomaufsichtbeh√∂rde ASN durchgef√ľhrt hat sehr viele M√§ngel an den atomkraftwerken aufgelistet. Und jetzt wird es teuer:

Sie sollen die Anlagen materiell wie organisatorisch krisenfester machen und deren Widerstandsf√§higkeit bei Extremf√§llen st√§rken. ASN-Pr√§sident Andr√©-Claude Lacoste sch√§tzte ihre Kosten auf „mehrere Dutzend Milliarden Euro“. weiterlesen auf tagesschau.de


Obrigheim-R√ľckbau: B√ľrgerInnen fordern mehr Sicherheit und √Ėffentlichkeitsbeteiligung!

erstellt am: 11.01.2012 • von: Daniel • Kategorie(n): Anti-Atom, Atomm√ľll & Castor, KWO Obrigheim

Pressemitteilung des Aktionsb√ľndnis Atomm√ľll-Lager Obrigheim vom 04.01.2012

Am 24. Oktober 2011 wurde vom baden-w√ľrttembergischen Umweltministerium die zweite von gegenw√§rtig insgesamt vier geplanten Genehmigungen zu Stilllegung und Abbau (SAG) des Atomkraftwerks Obrigheim (KWO) erteilt. Der sofortige Vollzug wurde angeordnet. Vier Kl√§gerinnen und Kl√§ger aus der unmittelbaren Umgebung des AKW haben mit Unterst√ľtzung des Aktions-b√ľndnisses Atomm√ľll-Lager Obrigheim gegen diese Genehmigung Klage beim VGH Mannheim eingereicht. Wir kritisieren vor allem, dass

  • zur 2. Stilllegungs- und Abbaugenehmigung (SAG) trotz der offensichtlichen M√§ngel im ersten Genehmigungsverfahren keine erneute √Ėffentlichkeitsbeteiligung durchgef√ľhrt wurde,
  • sich die Brennelemente in der Anlage befinden und, ohne konkrete Festlegungen zum weiteren Umgang mit ihnen, parallel der Abbau von wichtigen Systemen bzw. Komponenten erfolgen soll und
  • keine ausreichende Analyse von St√∂r- bzw. Unf√§llen durchgef√ľhrt wurde.

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PV-Einspeiseverg√ľtung niedriger als Strompreis – Rekord-Zubau an PV-Anlagen

erstellt am: 08.01.2012 • von: Daniel • Kategorie(n): Energiewende, Photovoltaik

Seit Anfang des Jahres 2012 ist die Einspeiseverg√ľtung f√ľr Strom aus neuen Photovoltaikanlagen erstmals niedriger als der durchschnittliche Strompreis:

Entwicklung der Einspeiseverg√ľtung in Deutschland

Gestern hat die Bundesnetzagentur au√üerdem die gesch√§tzten Zubauzahlen im 4. Quartal 2011 ver√∂ffentlicht (PM). Der Zubau neuer PV-Anlagen war kurz vor der K√ľrzung im Dezember 2011 sehr hoch – sogar h√∂her als im bisherigen Rekord-Monat Juni 2010.


Strom aus √Ėsterreich: Viel L√§rm um Nichts

erstellt am: 06.01.2012 • von: Daniel • Kategorie(n): Anti-Atom, Energiewende, Presse

‚ÄěViel L√§rm um Nichts‚Äú

Nutzung eines √∂sterreichischen Gaskraftwerks im Dezember hatte rein √∂konomische Gr√ľnde. Versorgungssicherheit war nicht gef√§hrdet.

Zur Berichterstattung √ľber die kurzfristige Nutzung eines Kaltreserve-Kraftwerkes aus √Ėsterreich erkl√§rt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

‚ÄěViel L√§rm um Nichts: Wer die kurzfristige Nutzung eines 150-MW-Kraftwerks in √Ėsterreich am 8 und 9. Dezember 2011 zum Menetekel f√ľr die Versorgungssicherheit in Deutschland stilisiert, der spielt mit falschen Karten. Gegner eines umfassenden Atomausstiegs versuchen auf diese Weise die Bev√∂lkerung zu verunsichern, obwohl dazu kein Anlass besteht. Die Nutzung des √∂sterreichischen Kraftwerks hatte ausschlie√ülich √∂konomische Gr√ľnde. Dies zeigt der genauere Blick auf die Situation im Dezember:

  1. Die sechs in Deutschland als Kaltreserve zur Netzstabilisierung vorgehaltenen Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von etwa 1.000 MW mussten nicht in Anspruch genommen werden, obwohl dies möglich gewesen wäre.
  2. Es gab am 8. und 9. Dezember 2011 keine Versorgungsengp√§sse in S√ľddeutschland. Denn¬† auch an diesen Tagen wurde Windstrom aus Norddeutschland durch das s√ľddeutsche Netz nach Italien und √Ėsterreich exportiert. Diese Stromlieferungen h√§tten vom Netzbetreiber Tennet im Notfall gestoppt werden k√∂nnen. Dies war aber nicht n√∂tig.

Der R√ľckgriff auf das √∂sterreichische Kraftwerk erfolgte also nicht aus einer Notlage heraus, sondern weil es gr√∂√üere Gewinne versprach, Windstrom aus dem Norden nach S√ľdeuropa zu verkaufen und gleichzeitig kurzfristig geringe Mengen Strom aus √Ėsterreich einzukaufen. (mehr …)


Philippsburg 1: Lagerschaden an einem Ventilator

erstellt am: 05.01.2012 • von: Daniel • Kategorie(n): KKP Philippsburg, meldepflichtige Ereignisse KKP 1

04.01.2012 Am 29. Dezember 2011 wurde im Kernkraftwerk Philippsburg, Block 1, bei Instandhaltungsarbeiten ein Lagerschaden an einem Ventilator zur Raumluftk√ľhlung festgestellt. Der Ventilator dient zur K√ľhlung der Raumluft in einem Raum mit luftgek√ľhlten Motoren zum Antrieb sicherheitstechnisch wichtiger Pumpen. Im Anforderungsfall k√∂nnte der derzeit au√üer Betrieb genommene Ventilator l√§ngerfristig zu einem Ausfall einer Nachk√ľhlpumpe f√ľhren. (mehr …)


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