Energiewende Heilbronn Blog


Paukenschlag: Echte Transparenz in Heilbronner Kommunalpolitik

erstellt am: 28.03.2012 • von: Christoph • Kategorie(n): Allgemein

Piraten stellen neue Internetplattform und sorgen f├╝r echten Durchblick im Protokollwust des Heilbronner Gemeinderats

Die Heilbronner Piratenpartei haben eine neue, leicht bedienbare und nahezu selbst erkl├Ąrende Plattform erm├Âglicht, die f├╝r deutlich mehr Transparenz in der Heilbronner Kommunalpolitik sorgt.┬á Wir haben die Plattform getestet und begr├╝├čen diesen (├╝brigens barrierefreien) Ansatz ausdr├╝cklich!

Zur neuen Plattform gaben die Piraten folgende Erkl├Ąrung aus:

P├╝nktlich zum internationalen Document Freedom Day [1] hat die Heilbronner Piratenpartei mit der Seite HNWatch.de [2] den Grundstein f├╝r eine transparente Politk in Heilbronn gelegt.

In dem neuen Internet-Portal kann jeder B├╝rger die Ergebnisse der Gemeinderatssitzungen nach Datum, Themen oder Stadtteilen sortiert anzeigen lassen. So k├Ânnen zum Beispiel auch langzeitliche Entwicklungen besser nachvollzogen werden.

„Wenn man im Moment herausfinden m├Âchte, was wann und wo im Gemeinderat entschieden wurde, hat man kaum Chancen, f├╝ndig zu werden“, so Sebastian Sproesser, Vorsitzender im Heilbronner Kreisverband. „Anstatt m├╝hsam jedes Protokoll durchsehen zu m├╝ssen, hat nun jeder B├╝rger den Durchblick ├╝ber die Beschl├╝sse des Gemeinderates.“ (mehr …)


Neckarwestheim 1: Befund an zwei Steckverbindungen mit Hinweis auf systematischen Fehler

erstellt am: 20.03.2012 • von: Daniel • Kategorie(n): GKN Neckar­westheim, meldepflichtige Ereignisse GKN 1

Am 10. Februar 2012 wurde im Kernkraftwerk Neckarwestheim Block I erstmals ein Kontaktproblem an einer Steckverbindung der Drehzahlmessung im Notstromdieselaggregatschutz festgestellt. Ein weiteres Kontaktproblem an einer identischen Steckverbindung wurde am 13. M├Ąrz 2012 festgestellt. Die beiden Ereignisse ergeben zusammen einen Hinweis auf einen systematischen Fehler in den Steckverbindungen. Die Ursachenkl├Ąrung dauert noch an. (mehr …)


Philippsburg 2: Freischaltung von Dreiwegearmaturen – Meldekategorie E (Eilmeldung), INES-Einstufung 1 (St├Ârung)

erstellt am: 20.03.2012 • von: Daniel • Kategorie(n): KKP Philippsburg, meldepflichtige Ereignisse KKP 2

Am 19. Januar 2010 wurden geplante Instandhaltungsma├čnahmen im Kernkraftwerk Philippsburg Block 2 durchgef├╝hrt. Damals wurden Dreiwege-armaturen im Notspeisesystem in Richtung Notspeisebecken gestellt und elektrisch freigeschaltet, das hei├čt, sie konnten von der automatischen Steuerung der Anlage nicht mehr verstellt werden. Diese Freischaltung war am 22. Januar 2010 als unzul├Ąssig entdeckt und r├╝ckg├Ąngig gemacht worden.

Das Umweltministerium Baden-W├╝rttemberg hat von den unscharf geschalteten Dreiwegearmaturen am 18. Februar 2011 durch ein anonymes Schreiben erfahren. Auf Basis der damaligen Erkenntnisse und Analysen hat der Betreiber die Ereignisse als nicht meldepflichtig eingestuft. Das Umweltministerium hat den Sachverhalt ebenfalls als nicht meldepflichtig bewertet.

Zur weiteren Pr├╝fung hat das Umweltministerium im November 2011 einen Gutachter beauftragt und Unterlagen vom Betreiber angefordert. Bei der Zusammenstellung der Unterlagen gibt der Betreiber an, am 13. M├Ąrz 2012 festgestellt zu haben, dass bei den damaligen Instandhaltungsma├čnahmen entgegen fr├╝herer Informationen alle vier Notspeisestr├Ąnge betriebsbereit waren. Unter diesen Randbedingungen ist nicht gew├Ąhrleistet, dass die Temperatur des Wassers in den Notspeisebecken ├╝ber zehn Stunden hinweg ohne menschliche Schalthandlungen unter 30 ┬░C bleibt.

Einstufung durch den Kraftwerksbetreiber: Meldekategorie E (Eilmeldung); INES-Einstufung 1(St├Ârung). (mehr …)


Energiewende live

erstellt am: 18.03.2012 • von: Franz • Kategorie(n): Energiewende, GKN Neckar­westheim, Windenergie

154 m hoch ist der Abluftkamin des Neckarwestheimer Atomkraftwerkes. Durch den Abluftkamin kommt schon im Normalbetrieb und bei den regelm├Ą├čigen Revisionen der Krebs in Form von radioaktiven Gasen, Aerosolen und Partikeln. Die Kamine von Tschernobyl und Fukushima sind zu sind zu markanten Symbolen des Atomwahns geworden.

Auch wenn das AKW Neckarwestheim im alten Steinbruch versteckt ist und in der Landschaft vor allem durch den K├╝hlturmschwaden, das Symbol der Energie-Ineffizienz, auff├Ąllt, so ist dennoch der Kamin von weitem zu sehen, wenn man darauf achtet.

Am 15.3.2012 wurde auf dem Bergr├╝cken zwischen Besigheim und Ingersheim, nur 7 km s├╝dlich es AKWs, das 2MW-Windrad der Energiegenossenschaft Ingersheim und Umgebung eG fertig gebaut.

Dieses 179 m hohe Symbol der aktiven Energiewende ist sogar aus dem Norden Heilbronns zu sehen.
Je nach Blickrichtung steht es dabei gerade oberhalb des AKW-Kamins. Das Foto unten entstand in 21 km Entfernung von der Windkraftanlage und 14 km Entfernung vom AKW.

Die beiden Landmarken AKW-Kamin und Windrad mahnen uns:
Wenn wir keinen Krebs durch AKW-Betrieb mehr akzeptieren wollen und wenn nicht immer noch mehr Atomm├╝ll erzeugt werden soll, dann m├╝ssen alle AKWS sofort abgeschaltet werden.
Und es m├╝ssen alle Kr├Ąfte in den Ausbau der Erneuerbaren Energien, von Energiesparen und Energieeffizienz gesteckt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Rostfra├č am Atomfass

erstellt am: 17.03.2012 • von: Franz • Kategorie(n): Anti-Atom, Atomm├╝ll & Castor, GKN Neckar­westheim, KKP Philippsburg

Ein altes Spiel: fliegt nach langem Vertuschen in einem deutschen AKW eine Sauerei auf, dann l├Ąsst sich bald ├Ąhnliches auch in mindestens einem anderen AKW finden. Im Fall des angerosteten Fasses Atomm├╝ll in Neckarwestheim stellt sich allerdings die Frage, ob man sich vor allem wegen dieses einen Fasses Sorgen machen muss oder erst recht wegen der anderen 6999 Atomm├╝llf├Ąsser allein in Neckarwestheim und Philippsburg. Vermutlich sind die 450 t leicht radioaktiver, aber „freigemessener“ Sonderm├╝ll, dessen Einlagerung im Bergwerk unter Heilbronn wir durch unserer Recherchen stoppen konnten, auch in diesen F├Ąssern in Philippsburg enthalten.

Mit exklusiven Fotos aus eigener Herstellung pr├Ąsentieren wir das Rostfass, welches offenbar mit weiteren F├Ąssern auf einem Wander-Rastplatz am AKW abgestellt war:

 

Dabei ist doch lange bekannt:

„Wer rastet, der rostet!“

 

 

 

 

Liebe EnBW: So geht es nicht! Wir fordern mehr Ordnung beim M├╝ll, korrekte M├╝lltrennung, und ├╝berhaupt, dass die Atomm├╝llf├Ąsser k├╝nftig regelm├Ą├čig geputzt werden, jawohl.
Wir stehen gerne mit Rat zur Seite. Und so muss im L├Ąndle ein sauberes Zwischenlager f├╝r alle Sorten von M├╝ll aussehen:

 

 

 

 

Ja, EnBW, von uns kannst Du etwas lernen!


Philippsburg 2: Gravierende Sicherheitsl├╝cken erst nach 25 Jahren teilweise behoben

erstellt am: 17.03.2012 • von: Daniel • Kategorie(n): Anti-Atom, KKP Philippsburg

IPPNW-Pressemitteilung:

Nachr├╝stung erst rund 25 Jahre nach Betriebsbeginn

Skandal im Atomkraftwerk Philippsburg

Aktuelle Untersuchungen der baden-w├╝rttembergischen Atomaufsicht machen deutlich, dass gravierende Sicherheitsl├╝cken im Atomkraftwerk Philippsburg-2 sp├Ątestens seit 2004 bekannt waren, aber erst viereinhalb Jahre sp├Ąter behoben wurden. Nach Auffassung der atomkritischen ├ärzteorganisation IPPNW macht das deutlich, dass Atomkraftwerke in Deutschland mit gef├Ąhrlichen Sicherheitsl├╝cken betrieben werden, selbst wenn sie Betreibern, Gutachtern und Atombeh├Ârden bekannt sind. (mehr …)


Philippsburg 1: Leckage an einer Entw├Ąsserungsleitung

erstellt am: 16.03.2012 • von: Daniel • Kategorie(n): KKP Philippsburg, meldepflichtige Ereignisse KKP 1

Einstufung: Meldekategorie N (Normalmeldung)
Nach internationaler Bewertungsskala INES ÔÇ×Stufe 0ÔÇť – Ereignis hat keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung

Am 10. M├Ąrz 2012 wurde im Kernkraftwerk Philippsburg Block 1 bei einer routinem├Ą├čigen Begehung eine laufende Leckage an einer Entw├Ąsserungsleitung festgestellt. Die betroffene Leitung f├╝hrte keine Aktivit├Ąt. Durch die Leckage konnte daher keine Aktivit├Ąt in die Anlage oder aus der Anlage freigesetzt werden. Die Ursachenkl├Ąrung dauert noch an. (mehr …)


Der mangelhafte Beton im Castorlager – Antwort des Umweltministeriums

erstellt am: 06.03.2012 • von: Franz • Kategorie(n): Anti-Atom, Atomm├╝ll & Castor, GKN Neckar­westheim

Nach jahrelanger Intransparenz bez├╝glich des mangelhaften Betons im Neckarwestheimer Castor-Tunnellagers liefert eine Antwort des baden-w├╝rttembergischen Umweltministeriums auf unsere Nachfrage endlich einige Informationen. Leider ist das Materialgutachten, welches die M├Ąngel des Betons belegte, noch immer unter Verschluss.

Im Folgenden der Antworttext des Ministeriums, vom 21.2.2012:

„Sehr geehrter Herr, in Ihrer E-Mail vom 16. Januar 2012 an Herrn Minister Untersteller und die Abteilung Kernenergie├╝berwachung, Strahlenschutz des Minsteriums f├╝r Umwelt, Klima und Energiewirtschaft (UM) sprechen Sie das Thema Betonqualit├Ąt im Zwischenlager am Standort Neckarwestheim an. Herr Minister Untersteller hat mich gebeten, Ihnen zu antworten.

Bei staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen im Jahr 2008 wurden gutachterliche Untersuchungen zur Betonqualit├Ąt des Zwischenlagers durchgef├╝hrt. Dabei wurde festgestellt, dass beim Bau des Zwischenlagers f├╝r einige Bauteile aufgrund eines Versehens eine Betonsorte mit geringf├╝gig zu niedrigem Zementgehalt (250 bzw. 260 kg/m┬│ statt 270 kg/m┬│) verwendet worden war. (mehr …)


Schweizer recherchieren zu Sonderm├╝ll im Salzbergwerk Heilbronn: Wassereinbr├╝che m├Âglich und zu billig? Sofortiger Exportstopp?

erstellt am: 05.03.2012 • von: Daniel • Kategorie(n): Atomm├╝ll & Castor, Presse

Im Januar haben wir unsere Recherchen zur Einlagerung von M├╝ll aus Atomanlagen im Salzbergwerk Heilbronn ver├Âffentlicht.

Das schweizer Magazin „Beobachter Natur“ berichtet heute ├╝ber die Einlagerung von 400.000 t hochgiftiger Filterst├Ąube aus schweizer M├╝llverbrennungsanlagen unter Heilbronn. Es geht um niedrige Preise der Heilbronner Untertagedeponie f├╝r die Einlagerung wodurch ein Recycling unwirtschaftlich wird. Aber auch um neue Messergebnisse die die Stabilit├Ąt des Bergwerks in Frage stellen und so Wassereinbr├╝che m├Âglich erscheinen lassen. Angesto├čen durch die Recherchen des Magazins will das schweizer Bundesamt f├╝r Umwelt die Bewilligung von Sonderabfallexporten nach Heilbronn ├╝berpr├╝fen: „Ein sofortiger Exportstopp ist denkbar“. Und neue Fragen werden aufgeworfen: „Haben die deutschen Beh├Ârden bei der Bewilligung der Heilbronner Untertagedeponie geschlampt?“

Aus den Augen, aus dem Sinn

20’000 Tonnen Sonderm├╝ll exportiert die Schweiz j├Ąhrlich in eine umstrittene Deponie im deutschen Heilbronn. Nun kommen pl├Âtzlich Bedenken zur Sicherheit der Anlage auf.

Artikel auf beobachter.ch/natur lesen


Atomprogramm in Polen verhindern

erstellt am: 04.03.2012 • von: Franz • Kategorie(n): Anti-Atom

Ein Brief aus Polen:

„Liebe Freunde
Liebe AKW Gegner
Liebe Nachbarn

Direkt an der Ostseek├╝ste will die polnische Regierung Atomkraftwerke bauen!

Am 12. Februar, in einem Referendum in der Gemeinde Mielno, haben  über 94 %  Bürger (bei 57% Wahlbeteiligung) gegen ein AKW in GASKI votiert. Das Ergebnis hat die Investoren nicht beeindruckt.

Wir, die Einwohner in den betroffenen Regionen m├Âchten unseren Widerstand gegen die Kernenergie auch ├╝ber die Landesgrenzen hinaus tragen und uns mit antinuklearen Initiativen in DE vernetzen.

Am Samstag, den 10. M├Ąrz findet in Szczecin eine Demonstration┬á gegen das AKW-Programm der polnischen Regierung statt, organisiert von der Gr├╝nen Partei┬á (ZIELONI 2004).
Wer uns dabei unterst├╝tzen m├Âchte ist in Szczecin herzlich willkommen!

Samstag, 10. M├Ąrz, 12 bis ca.13 Uhr
Szczecin, ul. Waly Chrobrego 4

Viele Gr├╝├če
B├╝rgerinitiative GASKI
und ZIELONI 2004″

Hintergrundinfos auch beim Umweltinstitut M├╝nchen.



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