Energiewende Heilbronn Blog

Die Kategorie "Allgemein" enthält 12 Artikel.

Von BrĂŒcken, Tiefgaragen und AufzĂŒgen

erstellt am: 28.11.2014 • von: Franz • Kategorie(n): Allgemein, Klimaschutz, Lokalpolitik, Verkehrswende

BahnhofsbrĂŒcken Freiburg

Diese Woche war ich auf der WiwilĂ­-BrĂŒcke. Die steht in Freiburg und fĂŒhrt ĂŒber den Bahnhof, den Busbahnhof und eine Straße (linke BrĂŒcke auf dem Foto). Eine breite BrĂŒcke, reserviert fĂŒr FußgĂ€nger/inn/en, Radler/inn/en, Rollertreter/inn/en, Rollatorpilot/inn/en usw., in allen Varianten, mit Rollstuhl, mit Tandem, mit Kinderwagen, FahrradanhĂ€nger und anderem.

mehr als 2,5 Mio Radfahrer pro JahrZufĂ€llig geriet ich in die Feier zum 2,5 Millionsten Radler fĂŒr dieses Jahr. Zweieinhalb Millionen von Januar bis November! Das sind durchschnittlich knapp 9000 pro Juli-Tag und immerhin halb so viele pro Dezember-Tag. Dieser ganze Verkehr lĂ€uft flĂŒssig, ohne Absteigen, ohne Treppe, ohne Aufzug, mit gut bewĂ€ltigbarer Steigung auf den Zu- und Abfahrtsrampen (Treppen gibt es zusĂ€tzlich, fĂŒr die, die steil nach oben wollen ;-) )

Rampe zur WiwilĂ­-BrĂŒckeWas wĂ€re, wenn diese Radler/inn/en alle stattdessen mit Autos fahren wĂŒrden?

Bahngleise und Straße zerschneiden die Stadt, die WiwilĂ­-BrĂŒcke verbindet sie wieder, das gleiche schafft zusĂ€tzlich auch die direkt benachbarte StadtbahnbrĂŒcke (rechte BrĂŒcke auf dem Foto oben), diese bietet freie Bahn fĂŒr die Tram und auch wieder fĂŒr FußgĂ€nger/inn/en. Nur Autos mĂŒssen Umwege fahren – Umkehrung der ĂŒblichen Rangfolge mit AbkĂŒrzung fĂŒr motorgetriebene Menschen und Umwegen fĂŒr wirklich auto-mobile Menschen.

Bei der Anreise nach Freiburg fuhr ich gemĂ€chlich von Heilbronn mit der (“Eil-“)Straßenbahn ĂŒber Land nach Karlsruhe, um dann in kaum mehr als der halben Zeit mit dem ICE weiter nach Freiburg zu sausen. Dort angekommen, ging es direkt per Aufzug (alternativ per Treppe) nach oben auf die StadtbahnbrĂŒcke, und von dort ohne Stufen geradewegs in die Innenstadt. (mehr …)


Robert Mayer: Pionier der Energiewende und der Nachhaltigkeit

erstellt am: 03.11.2014 • von: Franz • Kategorie(n): Allgemein

Offizielle Briefmarke(Julius) Robert (von) Mayer war nicht der Erfinder des Strichcodes, auch wenn die heute veröffentlichte Briefmarke so ausschaut (Bildquelle: Deutsche Post).

Am Montag 3.11.14 startet offiziell die Gedenk-Briefmarke zum 200. Geburtstag von Robert Mayer. Leider ist die Marke nicht gelungen. Optisch wenig attraktiv, schlecht lesbar, der Zusammenhang zwischen Person, Schlagwort „Energieerhaltungssatz“ und der Messskala erschließt sich dem Betrachter nicht. Geht es da etwa um den Erfinder des Strichcodes? Oder wird der Jahrestag der Fahrenheit-Skala begangen? Weder, noch. Allerdings bekommt die Fahrenheit-Skala am selben Tag eine eigene Marke. Die beiden Marken mit ihren austauschbaren Motiven haben noch etwas gemeinsam: Ab 1.1.15 braucht sie niemand mehr, dann gelten neue Porto-SĂ€tze.
Die 60 Cent-Fahrenheit-Marke lÀsst sich immerhin mit einer Zusatz-Marke auf 62 Cent ausbauen, aber die 90 Cent-Mayer-Marke auf einen 85-Cent-Brief kleben, das werden nur echte Liebhaber tun. Welche Ironie: da hatte man sich extra ins Zeug gelegt und Beziehungen spielen lassen, dass die Marke den Wert von 90 statt wie geplant 145 Cent bekommt. Und ausgerechnet nur die 145 Cent-Marken wird man auch 2015 noch benötigen.

Allerdings: Wenn so Vieles schief lÀuft, dann passt es vielleicht doch zu Julius Robert von Mayer und seinem Leben voller Umwege, SchicksalsschlÀge und WiderstÀnde.

WĂ€hrend des JubiliĂ€umsjahren war oft der leise Vorwurf an Mayer zu hören, er habe die WiderstĂ€nde gegen seine Entdeckungen selbst verschuldet durch den ungenĂŒgenden Gebrauch der physikalischen Fachsprache. Das ist ĂŒberheblich und ist rĂŒckblickend leicht zu sagen. Wie ist es heute? Eigentlich sind die Begriffe “Kraft”, “Energie/Arbeit”, “Leistung” lĂ€ngst gut definiert und etabliert, trotzdem werden sie oft verwechselt. Aber immerhin haben wir diese Begriffe. Und wenn wir von Energie sprechen, dann gehen wir stillschweigend davon aus, dass sie in all ihren Formen eine Konstante ist, dass sie ein festes Maß hat, dass sie bei allen Umwandlungen erhalten bleibt. Ohne diese Annahme funktioniert der Begriff einfach nicht. Umgekehrt funktioniert die Vorstellung einer konstanten GrĂ¶ĂŸe “Energie” erst dann, wenn man schon eine Vorstellung von diesem abstrakten Begriff hat.

Die besondere Leistung von Robert Mayer war also tatsÀchlich eine doppelte: zugleich den Begriff und die Vorstellung von dessen Eigenschaften zu entwickeln.
Sinnvollerweise tat er dies durch die Formulierung von Analogien. “WĂ€rmeĂ€quivalent” ist dabei zunĂ€chst hilfreicher als ein ganz abstrakter Begriff, der erst mit Inhalt gefĂŒllt werden muss, damit er sich in unserer Vorstellungswelt verankern kann.

Ich finde es wunderbar, dass Robert Mayer diese geniale gedankliche Leistung gelungen ist.

nil fit ex nihilo – nil fit ad nihilum (Nichts wird aus Nichts – Nichts wird zu Nichts)

Briefmarkenentwurf F.W.Ich glaube, dass im JubilÀumsjahr auch andere Perlen in Robert Mayers Werk zu wenig beachtet wurden.  Sowohl seine medizinischen Entwicklungen, besonders das Kreislauf-Modell, als auch welche Auswirkungen sein Paradigmenwechsel in der Betrachtung von NaturvorgÀngen auf heutige Konzepte  hat. Das hat mich zu nebenstehendem Briefmarken-Entwurf motiviert.

Wir können gerade Robert Mayer als einen Pionier des Nachhaltigkeitsgedankens sehen. Seine These “Nichts wird aus Nichts – Nichts wird zu Nichts” bereitete nicht nur den Boden fĂŒr ein modernes VerstĂ€ndnis der Energie, sondern ist auch eine elementare Voraussetzung fĂŒr nachhaltiges Denken und Handeln. “Der Strom kommt nicht einfach aus der Steckdose” und “Wer Ware produziert, wird MĂŒll ernten” könnten heutige Formulierungen des Mayer’schen Erhaltungssatzes sein. (mehr …)


Atomstaat BaWĂŒ: Formalrecht siegt ĂŒber Verantwortung und Moral

erstellt am: 31.10.2014 • von: Franz • Kategorie(n): AKW-Stillegung und Abriss, Allgemein, Anti-Atom, KWO Obrigheim

Gruen angemalte AKWs Lager und Transporte sind sicherGestern urteilte der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim, dass alle Bedenken gegen die RechtmĂ€ĂŸigkeit der vom baden-wĂŒrttembergischen Umweltminister erteilten 2. Abrissgenehmigung fĂŒr das AKW Obrigheim aus formalrechtlicher Sicht unbedeutend sind.

Das ist ein schwarzer Tag und bahnt die weitere massive Freisetzung von RadioaktivitĂ€t durch die Abriss- und “Freimess”-Handlungen.

Link: PresseerklÀrung des Gerichts

Link: Homepage der Initiative AtomErbe Obrigheim

Link: Homepage der AG AtomErbe Neckarwestheim

Peter Reinhardt von der “Heilbronner Stimme” und dem “Mannheimer Morgen” schrieb gestern und heute Artikel und Kommentare, die die Problematik und den Prozess völlig verzerrt darstellen.

Hier ein klarstellendes Schreiben an ihn:

Sehr geehrter Herr Reinhardt,

seit langem beobachte ich in Ihren Texten einen sehr schiefen Blickwinkel immer dann, wenn es um Differenzen zwischen BĂŒrgern einerseits und Behörden oder Unternehmen andererseits geht, egal ob das Thema S21, Atomkraft oder anderes ist. Behörden und Unternehmen haben bei Ihnen einen Vertrauensvorschuss, BĂŒrger werden von Ihnen lĂ€cherlich gemacht.

Gerade jetzt wieder besonders krass in Ihren beiden Berichten und Kommentaren zum Obrigheim-Abriss-Prozess (Heilbronner Stimme und Mannheimer Morgen).

Behörden und Unternehmen haben durch Geld und Manpower viel mehr Möglichkeiten, BĂŒrger machen alles in Ihrer Freizeit und auf eigene Kosten. Das ist schon eine schlechte Ausgangsposition. Dass Sie aber als Journalist auf die Blenderei des Umweltministeriums herein gefallen sind, ist schon sehr schade. Ich vermisse eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema und könnte Ihnen in den Texten viele Fehler nachweisen. (mehr …)


Der Kahlschlag fĂŒr die BuGa beginnt

erstellt am: 11.02.2014 • von: Franz • Kategorie(n): Allgemein, Klimaschutz, Lokalpolitik

BaumfĂ€llungen fĂŒr Straßenbau im Namen der BuGa Heilbronn11.2.2014: PresseerklĂ€rung des Heilbronner Stadtrates Hasso Ehinger zu den kurzfristig angekĂŒndigten BaumfĂ€llungen fĂŒr die BleichinselbrĂŒcke ab Donnerstag 13.2.2014

“In der heutigen Ausgabe der Heilbronner Stimme wird darĂŒber berichtet, dass ab Donnerstag, den 13.2. BaumfĂ€llungen im Bereich des westlichen Neckarufers und im Bereich der BleichinselbrĂŒcke geplant sind.

Ich habe daraufhin umgehend das RegierungsprĂ€sidium Stuttgart informiert, zumal 2 Schreiben von mir, ein Eilantrag vom 4.1.2014 und mein E-Mail vom 3.2.2014 mit dem Hinweis, dass fĂŒr die BleichinselbrĂŒcke noch keine wasserrechtliche Genehmigung vorliegt, bis heute nicht beantwortet sind. Solange die wasserrechtliche Genehmigung nicht vorliegt, und damit gar nicht sicher ist, ob z.B. die geplante Lage der BrĂŒcke ĂŒberhaupt genehmigt wird, darf es keine BaumfĂ€llungen im Zusammenhang mit dem Bau der neuen BleichinselbrĂŒcke geben.

Im ĂŒbrigen halte ich es fĂŒr eine Provokation, dass einerseits von der BUGA GmbH und dem GrĂŒnflĂ€chenamt seit Wochen fĂŒr morgen ein GesprĂ€ch ĂŒber PlanĂ€nderungen fĂŒr den Uferbereich mit UmweltverbĂ€nden ausgemacht ist und man jetzt ĂŒber die Presse erfĂ€hrt, dass die Planungen fertig sind. Der Hinweis vom BUGA-GeschĂ€ftsfĂŒhrer, Herrn Hanspeter Faas „Es wird kein Kahlschlag“ ist wenig tröstlich.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
Stadtrat Hasso Ehinger”

www.Hasso-Ehinger.de


Atomkraftgegner fordern RĂŒckbaustopp

erstellt am: 31.01.2014 • von: Franz • Kategorie(n): Allgemein

Logo AG AtomErbe NeckarwestheimArbeitsgemeinschaft AtomErbe Neckarwestheim
www.AtomErbe-Neckarwestheim.de

 

Presseinformation 29.01.2014

Atomkraftwerk Neckarwestheim:
Atomkraftgegner fordern RĂŒckbaustopp

Sehr geehrte Damen und Herren,
zu unserer Pressekonferenz am 29.01.2014 vor der Veranstaltung mit dem Strahlenexperten Wolfgang Neumann erhalten Sie von der AG AtomErbe Neckarwestheim folgende Stellungnahme.

 

Wir lehnen die derzeitige Praxis des RĂŒckbaus / Abriss von Atomkraftwerken ab und fordern einen Abrissstopp fĂŒr das GKN 1 in Neckarwestheim!

Beim Abriss des GKN 1 entstehen ca. 400.000 Tonnen an Bauschutt, Materialen und genereller AbrissmĂŒll, der mehr oder weniger Strahlung enthĂ€lt und kontaminiert sein kann. GemĂ€ĂŸ der derzeitigen Abrisspraxis kann der Betreiber EnBW bereits in der sogenannten Nachbetriebsphase, also noch ohne eine Genehmigung seitens der Aufsichtsbehörden, mit dem Freiputzen und Freimessen von radioaktiv verstrahlten Anlagenteilen beginnen.

Die Nachbetriebsphase ist eine radioaktive Grauzone. Die AG AtomErbe Neckarwestheim lehnt dieses Vorgehen ab, da beim Freiputzen RadioaktivitĂ€t in den Neckar und die Umgebung abgegeben wird. In der gesamten bisherigen Abrisspraxis kommt durch das Freimessen die RadioaktivitĂ€t im Alltagsleben der Menschen an, wird entweder auf Deponien gelagert oder im „Wertstoffkreislauf“ weiter verwendet, beispielsweise im Straßenbau oder als Metallschrott. Eine konkrete Auskunft ĂŒber den Verbleib und die noch vorhandene radioaktive Belastung gibt es nach dem Freimessen nicht mehr. Es herrscht das Prinzip Vertuschung, wobei die Menschen nicht erfahren, in welchem Umfang radioaktives Material durch den „Wertstoffkreislauf“ im tĂ€glichen Leben als Gefahr ankommt.

Die gesundheitliche GefĂ€hrdung durch Strahlung im Block 1 richtet sich allein nach der Halbwertszeit der Radionuklide. GemĂ€ĂŸ dieser physikalischen Halbwertszeit bleibt die Strahlung auch beim Freiputzen und Freimessen unvermindert erhalten, unabhĂ€ngig davon, wie breit das radioaktive Material gestreut oder beispielsweise in den Neckar geleitet wird.

Wir fordern:

  • Atomausstieg sofort – GKN 2 abschalten, kein weiterer AtommĂŒll
  • Abrissstopp: Erstellung eines radioaktiven Gesamtkatasters einschließlich der zu erwartenden Abfallmengen des GKN 1
  • dann KlĂ€rung des langfristigen weiteren Umgangs mit dem radioaktiv belasteten MĂŒll und der Abrissplanung von GKN 1

Die Mitglieder der AG AtomErbe Neckarwestheim:
Aktion Strom ohne Atom Stuttgart, AktionsbĂŒndnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim, AktionsbĂŒndnis Energiewende Heilbronn, BUND-Regionalverband Heilbronn-Franken, BĂŒrgerinitiative AntiAtom Ludwigsburg
www.AtomErbe-Neckarwestheim.de


Philippsburg 2: Nicht ordnungsgemĂ€ĂŸe Montage der Kraftstoffzuleitungen an einer Zylinderbank eines Notstromdiesels

erstellt am: 14.05.2013 • von: Daniel • Kategorie(n): Allgemein

Im Rahmen einer Wiederkehrenden PrĂŒfung wurde ein Notstromdiesel gestartet. Dabei wurde festgestellt, dass die Abgastemperatur eines Zylinders geringer war als die der ĂŒbrigen 19 Zylinder. Bei der anschließenden technischen KlĂ€rung wurde ein Riss am DĂŒsenhalter der EinspritzdĂŒse des entsprechenden Zylinders festgestellt (siehe meldepflichtiges Ereignis „Riss am DĂŒsenhalter einer EinspritzdĂŒse an einem Zylinder eines Notstromdiesels im Kernkraftwerk Philippsburg (Block 2)“). Bei der ÜberprĂŒfung der ĂŒbrigen EinspritzdĂŒsen wurde festgestellt, dass die Kraftstoffzuleitungen zu den EinspritzdĂŒsen an einer Zylinderbank nicht mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen waren. (mehr …)


Desaster – Ein Leitartikel in der Heilbronner Stimme zur Anti-Energiewende der Bundesregierung

erstellt am: 04.02.2013 • von: Franz • Kategorie(n): Allgemein, Energiewende, Klimaschutz, Photovoltaik, Politik, Presse, Windenergie

Illustration - Post an die Heilbronner StimmeHerr Intemann von der Heilbronner Stimme kommentiert am 4.2.13 das Polittheater um Strompreis, Energiewende und Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und um Umweltminster Altmaiers VorschlĂ€ge fĂŒr eine angebliche “Strompreisbremse” mit der Überschrift “Desaster” und fordert ein “Machtwort” der Kanzlerin.

Sein Kommentar steht exemplarisch dafĂŒr, wie manche Medien unkritisch die Lobby-gesteuerte Energiepolitik des Bundes fĂŒr bare MĂŒnze nehmen und deren falsche Botschaften weiter tragen. Immerhin bittet er am Ende des Kommentars um die Meinung der Leser/innen.

Deshalb schrieb ich ihm die folgende E-Mail:

“Sehr geehrter Herr Intemann,

ich sage es direkt: Ihr Kommentar heute auf Seite 1 erschreckt mich, ebenso der dpa-Artikel unten auf der selben Seite zu den PlÀnen von Herrn Altmaier.

Warum?
Sie habe offensichtlich wichtige Teile der jahrelangen Diskussion zum EEG ĂŒberhaupt nicht registriert. (mehr …)


Der nukleare GAU ist wahrscheinlicher als gedacht

erstellt am: 01.06.2012 • von: Daniel • Kategorie(n): Allgemein

Westeuropa trÀgt das weltweit höchste Risiko einer radioaktiven Verseuchung durch schwere ReaktorunfÀlle

Katastrophale nukleare UnfĂ€lle wie die Kernschmelzen in Tschernobyl und Fukushima sind hĂ€ufiger zu erwarten als bislang angenommen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts fĂŒr Chemie in Mainz haben anhand der bisherigen Laufzeiten aller zivilen Kernreaktoren weltweit und der aufgetretenen Kernschmelzen errechnet, dass solche Ereignisse im momentanen Kraftwerksbestand etwa einmal in 10 bis 20 Jahren auftreten können und damit 200 mal hĂ€ufiger sind als in der Vergangenheit geschĂ€tzt. Zudem ermittelten die Forscher, dass die HĂ€lfte des radioaktiven CĂ€sium-137 bei einem solchen grĂ¶ĂŸten anzunehmenden Unfall mehr als 1.000 Kilometer weit transportiert wĂŒrde. Die Ergebnissen zeigen, dass Westeuropa – inklusive Deutschland – wahrscheinlich einmal in etwa 50 Jahren mit mehr als 40 Kilobecquerel radioaktivem CĂ€sium-137 pro Quadratmeter belastet wird. Ab dieser Menge gilt ein Gebiet laut der Internationalen Atomenergie Behörde IAEA als radioaktiv kontaminiert. Die Forscher fordern aufgrund ihrer Erkenntnisse eine tiefgehende Analyse und Neubetrachtung der Risiken, die von Kernkraftwerken ausgehen.

weiterlesen auf mpic.de


Paukenschlag: Echte Transparenz in Heilbronner Kommunalpolitik

erstellt am: 28.03.2012 • von: Christoph • Kategorie(n): Allgemein

Piraten stellen neue Internetplattform und sorgen fĂŒr echten Durchblick im Protokollwust des Heilbronner Gemeinderats

Die Heilbronner Piratenpartei haben eine neue, leicht bedienbare und nahezu selbst erklĂ€rende Plattform ermöglicht, die fĂŒr deutlich mehr Transparenz in der Heilbronner Kommunalpolitik sorgt.  Wir haben die Plattform getestet und begrĂŒĂŸen diesen (ĂŒbrigens barrierefreien) Ansatz ausdrĂŒcklich!

Zur neuen Plattform gaben die Piraten folgende ErklÀrung aus:

PĂŒnktlich zum internationalen Document Freedom Day [1] hat die Heilbronner Piratenpartei mit der Seite HNWatch.de [2] den Grundstein fĂŒr eine transparente Politk in Heilbronn gelegt.

In dem neuen Internet-Portal kann jeder BĂŒrger die Ergebnisse der Gemeinderatssitzungen nach Datum, Themen oder Stadtteilen sortiert anzeigen lassen. So können zum Beispiel auch langzeitliche Entwicklungen besser nachvollzogen werden.

“Wenn man im Moment herausfinden möchte, was wann und wo im Gemeinderat entschieden wurde, hat man kaum Chancen, fĂŒndig zu werden”, so Sebastian Sproesser, Vorsitzender im Heilbronner Kreisverband. “Anstatt mĂŒhsam jedes Protokoll durchsehen zu mĂŒssen, hat nun jeder BĂŒrger den Durchblick ĂŒber die BeschlĂŒsse des Gemeinderates.” (mehr …)


Bensheimer ErklĂ€rung zum RĂŒckbau des AKW Biblis

erstellt am: 03.03.2012 • von: Franz • Kategorie(n): AKW Biblis, AKW-Stillegung und Abriss, Allgemein, Anti-Atom

Das AktionsbĂŒndnis Energiewende Heilbronn unterstĂŒtzt die Bensheimer ErklĂ€rung zum raschen und fĂŒr die Öffentlichkeit transparenten RĂŒckbau der beiden AKW-Blöcke in Biblis. Die Bensheimer ErklĂ€rung wurde am 15.2.2012 beschlossen:

BENSHEIMER ERKLÄRUNG

“Die Vertreter/innen regionaler VerbĂ€nde und Organisationen – wollen den schnellen RĂŒckbau des AKW Biblis 
 bis zur „GrĂŒnen Wiese“ und bilden zu diesem Zweck einen Beirat.
Dieser muss eine öffentliche, unabhÀngige Institution sein.

Wir wollen, dass RWE dazu:
a) den Antrag auf „Stilllegungsgenehmigung“ sofort stellt und,
b) so schnell wie möglich die PlĂ€ne fĂŒr zu treffenden Maßnahmen, die
Ablaufschritte und Stufen, den dafĂŒr erforderlichen Personaleinsatz und den
zeitlichen Rahmen hierfĂŒr festlegt und veröffentlicht.
c) die Arbeiten am nichtnuklearen Bereich des Kraftwerks möglichst bald
aufnimmt und das AKW fĂŒr einen wirtschaftlichen Leistungsbetrieb
unnutzbar macht.
d) die Verweilzeiten der BrennstÀbe in den Abklingbecken solange
gewÀhrleistet, bis eine sichere Verbringung in TransportbehÀlter möglich ist,
dĂŒrfen aber nicht darĂŒber hinaus ausgedehnt werden.
e) den Abbau unter den höchstmöglichen SicherheitsmaßstĂ€ben durchfĂŒhrt.
Dabei steht fĂŒr uns die Sicherheit der Bevölkerung in der Region und der
beteiligten ArbeitskrÀfte im Mittelpunkt.
f) die Lagerung der beim RĂŒckbau anfallenden radioaktiven AbfĂ€lle auf
dem WerksgelÀnde solange ermöglicht, bis eine Endlagerung
einvernehmlich und in einer vor Ort akzeptierten Weise möglich ist.

Wir wollen alle dafĂŒr notwendigen Schritte öffentlich und kritisch begleiten, um
diesen Prozess so schnell wie möglich und ohne Verzögerungen voran zu
bringen und abzuschließen.

Die Zeit der Atomwirtschaft ist vorbei. Die wirtschaftlichen und politischen
Verantwortlichen mĂŒssen sich der Verantwortung fĂŒr die sichere Beseitigung
ihrer fĂŒr Jahrmillionen strahlenden Hinterlassenschaften stellen.
Wir werden dafĂŒr sorgen, dass es voran geht!”

Links:
AK.W.ende
atomkraftENDE.darmstadt


« Ältere Einträge