Energiewende Heilbronn Blog

Die Kategorie "Anti-Atom" enthält 112 Artikel.

Argumente gegen den AtommĂŒll-Transport von Obrigheim ins Endlager Neckarwestheim [Update 2017]

erstellt am: 11.03.2017 • von: Franz • Kategorie(n): Allgemein, Anti-Atom, AtommĂŒll & Castor, GKN Neckar­westheim, KWO Obrigheim

Banner mit der wiederstaendigen Ente, dem Symbol des Buendnisses Neckar castorfrei

HĂŒtchenspiel mit Castoren (Quellen: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hieronymus_Bosch_051.jpg & Eigenes Foto vom Castorzug 11/2008 in HN)

HĂŒtchenspiel mit Castoren
(Quellen: commons.wikimedia.org & Eigenes Foto vom Castorzug 11/2008 in HN)

[Aktualisierte Fassung unseres Textes vom 22.4.2013]

Wir haben Argumente gegen den Untersteller/EnBW-Plan, die Obrigheimer Brennelemente nicht vor Ort in Castoren zu lagern, sondern diese Castoren nach Neckarwestheim in das Tunnel-Lager zu stellen, gesammelt:

Es gibt einen einzigen Grund, der dafĂŒr sprechen könnte, die Brennelemente von Obrigheim nach Neckarwestheim zu bringen:

Die derzeitige Lagerung im stĂ€ndig kĂŒhlungsbedĂŒrftigen Nasslager ist prinzipiell gefĂ€hrlicher als eine Trockenlagerung in Castoren. Es ist aber bezeichnend, dass dieser einzige Grund weder von der EnBW, noch vom Umweltministerium noch von der Presse erwĂ€hnt wird. Denn dann mĂŒsste man ja zugeben, dass das bisherige Nebeneinander von Nasslager und Abriss-Arbeiten höchst gefĂ€hrlich ist und dass die EnBW das Problem mutwillig circa 8 Jahre lang verschleppt hat.

Die tatsĂ€chlich als BegrĂŒndung fĂŒr die Verschiebung des AtommĂŒlls genannten Argumente sind dagegen wertlos und gefĂ€hrlich. Und eine der grĂ¶ĂŸten Gefahren liegt tatsĂ€chlich in der Verharmlosung des MĂŒlls und des AKW-Abrisses, die mit der „Scheinlösung“ der AtommĂŒll-Verlagerung und mit dem absurden Slogan der „grĂŒnen Wiese“ verbunden sind.

Ist das Lager in Neckarwestheim „vergleichsweise sicher“?

Nein, dafĂŒr gibt es keinen Anhaltspunkt. (mehr …)


AKW Brokdorf blockiert – auch die Neckar-Ente ist dabei

erstellt am: 10.03.2017 • von: Franz • Kategorie(n): Allgemein, Anti-Atom, AtommĂŒll & Castor

Blockade AKW Brokdorf - SolidaritÀt Neckar castorfrei(Foto: Pay Numrich, feinfrisch.net)

Seit heute Morgen um 5 Uhr (10.3.17) werden zwei Tore des AKW Brokdorf von ca. 30 Aktivist_innen blockiert.
Auf den Transparenten findet sich die Forderung der Aktion: Atomanlagen stilllegen!
Mit dabei: die Castor-Ente vom Neckar.

K. Kobayashi: Fukushima-Rundbrief aus Japan

erstellt am: • von: Franz • Kategorie(n): Anti-Atom, Fukushima

Fukushima am 16.3.2011Herr Kazuhiko Kobayashi hat auf seinen Vortragsreisen durch Europa bereits zwei Mail in Heilbronn gesprochen und von der Situation in Japan seit Beginn der Katastrophe von Fukushima berichtet, besonders auch von der sehr schweren Lage der aus der Region Fukushima geflĂŒchteten MĂŒtter mit ihren Kindern. Er sammelt weiterhin Spenden zur UnterstĂŒtzung von Hilfsprojekten fĂŒr diese Betroffenen.

Wir dokumentieren seinen aktuellen Rundbrief anlĂ€sslich des 6. Fukushima-Jahrestages. Eine englische Fassung ist ebenfalls verfĂŒgbar. Bei Interesse können wir Kontakt zu ihm herstellen. Bitte beachten Sie unten die Kontodaten fĂŒr Ihre Spende.

Rundschreiben zum 6. Jahrestag Fukushima

Liebe Freundinnen und Freunde,

es ist wieder der Monat MĂ€rz gekommen und wir stehen kurz vor dem 6. Jahrestag des Fukushima-SuperGAUs.

Am 11. MĂ€rz 2011 ĂŒberfiel ein großes Erdbeben mit der StĂ€rke (Magnitude) Mw9.0 das Nordostgebiet Japans, dessen Epizentrum 70km östlich von der Stadt Sendai im Pazifik lag, zerstörte viele StĂ€dte und der Tsunami riss mit seiner Urgewalt unzĂ€hlige HĂ€user und Menschen tief ins Meer mit. Aber noch die zweite Katastrophe begann bereits am darauf folgenden Tag. Diese Naturgewalt hat schließlich am 12. MĂ€rz den ersten Reaktor des FUKUSHIMA-DAIICHI-Atomkraftwerks, am 14. den dritten und am 15. den vierten jeweils zur Explosion gefĂŒhrt. Infolgedessen wurde neben allen anderen radioaktiven Nukliden z.B. mehr als 300fach radioaktives Caesium als bei dem Atombombenabwurf in Hiroshima in die Luft, in die Erde und ins Meer geschleudert. Aber damit ist es noch lange nicht beendet. Seit der Katastrophe setzt sich die radioaktive Verseuchung ununterbrochen fort, nicht bis heute oder morgen, sondern 10 Jahre, 20 Jahre, 50 Jahre, 100 Jahre und noch weiter. (mehr …)


Ärztekammer: Keine Freigabe radioaktiven RestmĂŒlls aus Kernkraftwerken

erstellt am: 04.12.2016 • von: Franz • Kategorie(n): AKW-Stillegung und Abriss, Allgemein, AtommĂŒll & Castor, GKN Neckar­westheim

LandesĂ€rztekammer: Keine Freigabe radioaktiven RestmĂŒlls aus Kernkraftwerken im Land Baden-WĂŒrttemberg

Stuttgart, 26Freimessen von radioaktivem MĂŒll bringt RadioaktivitĂ€t in alle Bereiche der BiosphĂ€re.11.2016. Die LandesĂ€rztekammer Baden-WĂŒrttemberg warnt vor der Verharmlosung möglicher StrahlenschĂ€den durch die geplante Verteilung von gering radioaktivem AKW-Rest-MĂŒll aus den Kernkraftwerken Neckarwestheim, Obrigheim und Philippsburg sowie den Karlsruher Atomanlagen auf die MĂŒlldeponien der Landkreise Ludwigsburg und Neckar-Odenwald sowie der Stadt Heilbronn und vermutlich weiterer Deponien sowie durch die Freigabe und Herausgabe des RestmĂŒlls in die allgemeine Wiederverwertung und fordert die Landesregierung auf, sich fĂŒr eine Verwahrung auch des gering strahlenden MĂŒlls auf den KraftwerksgelĂ€nden einzusetzen, bis definitive und gesundheitlich zu verantwortende Lösungen der Endlagerung gefunden sind.

BegrĂŒndung:

Es ist geplant, dass sog. „freigemessener“ gering radioaktiver AKW-RestmĂŒll aus den in RĂŒckbau befindlichen Kernkraftwerken Neckarwestheim, Obrigheim und Philippsburg sowie den Karlsruher Atomanlagen auf den MĂŒlldeponien der zustĂ€ndigen Landkreise Ludwigsburg und Neckar-Odenwald sowie der Stadt Heilbronn und vermutlich weiterer Deponien mit Bauschutt vermischt und „endgelagert“ und so zudem aus der Atomaufsicht entlassen wird. Bei einer Strahlenschutzmessung im AKW wird nach mehrfachen Dekontaminationsschritten anhand bestimmter Freimessgrenzen ĂŒberprĂŒft, ob die radioaktiven Reststoffe je nach StrahlenaktivitĂ€t wiederverwertet werden oder auf normalen Bauschuttdeponien ohne weitere Strahlenschutzkontrollen im Verlauf eingebaut oder aber in noch nicht existierende Endlager entsorgt werden können bzw. mĂŒssen.

Das noch im Sommer 2016 verkĂŒndete Moratorium gegen die radioaktiven MĂŒllverladung auf Bauschuttdeponien hat das GrĂŒne Umweltministerium unter Franz Untersteller im November aufgekĂŒndigt und sieht keine StrahlengefĂ€hrdung der Bevölkerung.

Als Ärzte wissen wir, dass es keine Schwellenwerte fĂŒr die Unbedenklichkeit von ionisierender Strahlung gibt und auch durch vermeintlich geringe Strahlenmengen gesundheitliche SchĂ€den entstehen können. Ebenso sind die gesundheitlichen Folgen einer Verteilung von AKW-Rest-MĂŒll nicht ausreichend geklĂ€rt. Es bestehen ernstzunehmende Sorgen, dass gesundheitliche GefĂ€hrdungen und SpĂ€tfolgen durch StrahlenschĂ€den ĂŒber Generationen entstehen können. Aus Strahlenschutz-grĂŒnden muss die belastete Menge so klein wie möglich gehalten werden und mit dem bestmöglichen technischem Stand sicher verwahrt und kontrolliert werden, am besten auf dem KraftwerksgelĂ€nde.

 


Keine Castoren auf dem Neckar! BĂŒrgerinitiativen informieren die Kommunen

erstellt am: 22.07.2016 • von: Franz • Kategorie(n): Allgemein, AtommĂŒll & Castor, GKN Neckar­westheim, KWO Obrigheim

Logos der Initiativen gegen Castoren auf dem Neckar

Die VerbÀnde der Antiatom-Initiativen Obrigheim / Neckarwestheim

Ÿ Bund der BĂŒrgerinitiativen Mittlerer Neckar (BBMN)
Ÿ Initiative AtomErbe Obrigheim
Ÿ AG AtomErbe Neckarwestheim

An alle BĂŒrgermeisterinnen/BĂŒrgermeister entlang der geplanten Transportstrecke

An die LandrÀte der betroffenen Kreise

mit der Bitte um Weiterleitung an alle GemeinderÀte
mit der Bitte um Weiterleitung an alle KreisrÀte

Castortransport auf dem Neckar?

15.07.2016

Sehr geehrte Frau BĂŒrgermeisterin, sehr geehrter Herr BĂŒrgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren GemeinderÀte und StadtrÀte,
sehr geehrter Herr Landrat, sehr geehrte Damen und Herren KreisrÀte,

am 20.06.2016 hat die Firma EnBW in einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass sie in circa fĂŒnf Schiffstransporten Castoren mit hochradioaktiven Brennelementen auf dem Neckar von Obrigheim nach Neckarwestheim ĂŒberfĂŒhren will. Als Anrainer des Neckars sind die Menschen in Ihrem Einzugsgebiet besonders betroffen.

Um in Obrigheim den Bau eines Castoren-Lagers einzusparen, sollen die Castoren im Neckarwestheimer Zwischenlager zu den bereits vorhandenen eingelagert werden. Es wĂŒrde eine noch stĂ€rkere Konzentration von AtommĂŒll am Standort Neckarwestheim mit seiner ungeeigneten Geologie von Auswaschungen und HohlrĂ€umen bedeuten.

In der Vergangenheit wurde ein Transport auf dem Neckar von der EnBW selbst als zu gefĂ€hrlich eingestuft. Nun sind die in Obrigheim lagernden Brennelemente dem – wegen hoher Strahlenrisiken sehr fragwĂŒrdigen – Billig-Abriss des dortigen Atomkraftwerks im Weg.
Jetzt wirft die EnBW die damaligen Sicherheitsbedenken ĂŒber Bord.

Transporte von Castoren sind riskant: sie sind unfalltrĂ€chtig, da Schiffstransporte dieser Art nicht erprobt sind. Die Bergung eines havarierten Castors aus dem Neckar erscheint aussichtslos. Ein besonderes Risiko besteht an den Schleusen. Zudem sind sie ein leichtes Ziel fĂŒr einen Terroranschlag. Die Zerstörung eines einzigen Castors könnte ganze Landstriche unbewohnbar machen. Ein Transport auf dem Neckar birgt somit unĂŒbersehbare Gefahren fĂŒr die Bevölkerung. Andere Atomtransporte in der Vergangenheit erfolgten regelmĂ€ĂŸig ohne ausreichende Information und ohne realen Schutz von Mensch, Natur und Kommunen. (mehr …)


WĂ€hlen nutzt nur, wenn man auch auf die Straße geht – WahlprĂŒfsteine der AG AtomErbe Neckarwestheim

erstellt am: 11.03.2016 • von: Franz • Kategorie(n): AKW-Stillegung und Abriss, Allgemein, Politik

AG AtomErbe Neckarwestheim LogoWer nur beim WĂ€hlen seine Stimme „abgibt“, verschenkt seine Rechte und seinen Einfluss. WĂ€hlen nutzt nur, wenn sich die Kandidaten und die GewĂ€hlten fĂŒr ihre Worte und ihr Handeln verantworten mĂŒssen, vor der Wahl und nach der Wahl. Deshalb: machen wir BĂŒrgerinnen und BĂŒrger es den Politikern nicht leicht! Bleiben wir hartnĂ€ckig und unbequem! Glauben wir nicht wohlfeilen Worten, sondern setzen wir Taten durch!

Vor Wahlen kann man „WahlprĂŒfsteine“ nutzen, um Anhaltspunkte zur Bewertung der Politik zu bekommen, natĂŒrlich kann man auch die Kandidaten direkt damit konfrontieren.

Seitens der AG AtomErbe Neckarwestheim gibt es dafĂŒr einen Vorschlag mit 5 „WahlprĂŒfsteinen“ fĂŒr die Landtagswahl: (mehr …)


Kehrwoche? Was beim AKW-Abriss in Baden-WĂŒrttemberg unter den Teppich gekehrt wird …

erstellt am: 10.03.2016 • von: Franz • Kategorie(n): AKW-Stillegung und Abriss, Informationskommission, KWO Obrigheim

Kehrwoche?

Was beim AKW-Abriss in Baden-WĂŒrttemberg unter den Teppich gekehrt wird …

UntermTeppich

MĂŒsst Ihr immer dagegen sein?

oder: Wen kĂŒmmert der Abriss von Atomanlagen?

(verfasst am 26.4.2015)

RĂŒckbau von Atomkraftwerken, das klingt gut.

Klingt wie: es wird alles wieder gut, jetzt wird aufgerĂ€umt, und nach dem Kehraus bleibt kein KrĂŒmel Atomsorgen mehr ĂŒbrig. Endlich wird wieder grĂŒnes Gras wachsen.

Jahrzehntelang hat von Angst gesteuerte VerdrĂ€ngung den Betrieb der AKWs ĂŒberhaupt erst ermöglicht. Mit den Details wollte man sich lieber nicht befassen. Und jetzt fĂŒhren fast hypnotische Schlagworte wie „Atomausstieg“, „RĂŒckbau“, „Freimessen“ und „GrĂŒne Wiese“ zu einem erleichterten Aufatmen und wieder zu einem Wegschauen. Doch die RealitĂ€t des AKW-Abrisses ist ebenso schmutzig wie der Betrieb (und der lĂ€uft im Nachbar-AKW ohnehin noch weiter). (mehr …)


Vom AKW auf die Deponie – Schwach radioaktiver MĂŒll nach Schwieberdingen, Ensingen, Heilbronn, Billigheim, Buchen, Sinsheim – Veranstaltung am 23.2.2016 in Schwieberdingen

erstellt am: 19.02.2016 • von: Franz • Kategorie(n): AKW-Stillegung und Abriss, AtommĂŒll & Castor, GKN Neckar­westheim

Plakat der Veranstaltung in Schwieberdingen am 23.2.2016 zum Thema radioaktiver MĂŒll auf Deponien im LandWird ein AKW stillgelegt und verschrottet, enthĂ€lt seine Substanz noch sehr viel RadioaktivitĂ€t.
Dann wird getrennt, gemischt, geschrubbt und abgeschliffen, und dabei die RadioaktivitÀt umverteilt.

Abschalten oder Neutralisieren lĂ€sst sich die RadioaktivitĂ€t ja nicht, aber in MĂŒllarten unterschiedlicher StrahlungsstĂ€rke aufteilen.

Dass nebenbei eine Menge RadioaktivitÀt in das Abwasser und in die Luft abgegeben wird, spart Kosten. Kostet aber gesunde Zukunft.

Wenn dann das AKW in Metallschrott, Betonschutt, Bauruinen und sonstigen MĂŒll aufgeteilt wurde, dann soll dieser MĂŒll verschiedene Wege gehen:

(mehr …)


Heilbronn vor den atomaren und radioaktiven Gefahren schĂŒtzen! Offener Brief an den Heilbronner OberbĂŒrgermeister

Rakete und Reaktor - abschaffen und stoppen
Sehr geehrter Herr OberbĂŒrgermeister,

Sie protestieren heute zusammen mit den „Pacemakern“ gegen die weiter bestehende und sogar zunehmende Gefahr durch Atomwaffen in BĂŒchel und international, dafĂŒr möchten wir Ihnen herzlich danken.
Wir alle denken dabei auch an die frĂŒhere Stationierung von Atomraketen in Heilbronn.

Geschichtlich, technisch und politisch auf das Engste mit den Atombomben verknĂŒpft ist die kommerzielle Nutzung der Atomkraft, und auch diese berĂŒhrt Heilbronn in ganz besonderer Weise.

Wir bitten Sie deshalb, Herr OberbĂŒrgermeister, sich engagiert fĂŒr den Schutz Heilbronns und seiner BĂŒrger vor den folgenden Gefahren einzusetzen und rasch die nötigen Schritte zu gehen.

Weiterbetrieb des AKWs GKN II

  • Jeder Tag bedeutet: mehr Strahlung, mehr Unfallgefahr, mehr MĂŒll, gerade auch fĂŒr Heilbronn.
  • Heilbronn muss sich fĂŒr die sofortige Abschaltung einsetzen!
  • Die Infokommission zum GKN muss endlich Heilbronn einbeziehen!

AbrĂŒstung und Demontage des AKWs GKN I und spĂ€ter des AKWs GKN II

  • Das Zerlegen, Freiputzen und Abreißen setzt viel radioaktive Luft direkt bei Heilbronn und viel radioaktives Abwasser in den Neckar frei, Heilbronn muss sich fĂŒr die konsequente Minimierung der Strahlung einsetzen.
  • Das Genehmigungsverfahren ist sehr eingeengt und nicht transparent, Heilbronn muss sich Mitsprache erkĂ€mpfen.
  • Der Neubau zweier zusĂ€tzlicher Atomanlagen in Neckarwestheim (Abrissfabrik „RBZ“ und neues AtommĂŒlllager „SAL“) wird ohne UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung genehmigt werden, und ohne BĂŒrgerbeteiligung. Beide sollen am unsichersten Standort direkt am Neckar gebaut werden. Akzeptiert Heilbronn dieses Absenken von Standards?

Langfristiges Castoren-Lager ohne ausreichenden Schutz, ohne ausreichende Genehmigung

  • Das Neckarwestheimer Castorenlager wird absehbar viele Jahrzehnte lĂ€nger in Betrieb sein als genehmigt. Es hat keinen ausreichenden Schutz gegen Terror und Flugzeugabsturz. Heilbronn wĂ€re bei einem Versagen des Lagers in seiner Existenz bedroht. Und jedes Jahr kommen noch Castoren hinzu.

Langfristiges Lager fĂŒr schwach- und mittelradioaktiven AtommĂŒll

  • Im GKN lagern bereits große Mengen an schwach- und mittelradioaktivem AtommĂŒll. Beim Abriss kommen noch weitere Massen hinzu. Ein neues Lager fĂŒr diesen MĂŒll wird voraussichtlich mehrere Jahrzehnte in Betrieb sein, Normalbetrieb und Störungen bedrohen die Umgebung.

„Freigemessenes“ und „herausgegebenes“ Material in freier Verteilung trifft auch Heilbronn

  • Hunderttausende Tonnen an Anlagen- und GebĂ€udeteilen sollen „freigegeben“ und „herausgegeben“ werden. Dieses Material darf also, auch wenn es noch radioaktiv ist, völlig frei in Umlauf gebracht und beliebig verwendet werden, das ist eine nicht rĂŒckholbare radioaktive Verseuchung der BiosphĂ€re.
  • Als direkter Anlieger des AKWs ist Heilbronn mit seinen BĂŒrgern besonders gefĂ€hrdet, diesem Material konzentriert ausgesetzt zu sein. Heilbronn muss sich aktiv gegen diese Praktiken wehren und den geordneten Verbleib dieses Materials am Standort des AKWs fordern.

Ein kleiner Teil des „freigemessenen“ radioaktiven Materials ist zur Deponierung v.a. auf Bauschutt-Deponien vorgesehen.

  • Steht Heilbronn dauerhaft verlĂ€sslich zum Wort, dass kein „freigemessener“ MĂŒll aus der Atomwirtschaft mehr in der Untertagedeponie eingelagert wird?
  • Stellt Heilbronn sicher, dass kein „freigemessener“ Bauschutt oder anderes „freigemessenes“ Material auf der Deponie Vogelsang landet? Oder gibt es dort eventuell bereits solches Material oder ist die Annahme von solchem Material geplant oder wird vorbereitet? Dann muss die Stadt fĂŒr ihre BĂŒrger volle Transparenz herstellen.
  • Die Annahme von „freigemessenem“ Material in Einrichtungen der Stadt Heilbronn sowie von Firmen mit stĂ€dtischer Beteiligung sollte fĂŒr alle Zeiten eindeutig ausgeschlossen werden.

Hochspannungs-Gleichstromleitungen verzögern möglicherweise die weitere Energiewende

  • Das direkt an Heilbronn angrenzende Umspannwerk Großgartach soll der bundesweit grĂ¶ĂŸte Knoten der geplanten „HGÜ“-Leitungen werden. Nahezu alle Leitungen nach Großgartach gehen ĂŒber Heilbronner Gemarkung.
  • Derzeit ist unklar, ob diese Leitungen der Energiewende nutzen oder diese eher ausbremsen, denn die BefĂŒrworter der Leitungen verbergen ihre eigentlichen BeweggrĂŒnde.
  • Heilbronn als am stĂ€rksten vom HGÜ-Projekt betroffene Stadt muss ein grĂ¶ĂŸtmögliches Interesse an Ehrlichkeit und Transparenz in der Diskussion haben und muss diese Offenheit einfordern. Es darf nicht sein, dass Stadt und BĂŒrger Lasten tragen, die nur kommerziellen Interessen dienen und die Energiewende belasten wĂŒrden.
  • Heilbronn darf nicht dulden, dass das notwendige und mögliche sofortige Abschalten der AKWs mit Verweis auf die Leitungen verzögert wird.

Geplanter Schiffstransport von 15 Castoren aus Obrigheim durch Heilbronn

  • Die EnBW plant, in etwa 5 Schiffstransporten insgesamt 15 Castoren mit hochradioaktiven Brennelementen aus Obrigheim nach Neckarwestheim zu bringen, um sich in Obrigheim den Bau eines Castoren-Lagers zu sparen. Es wĂŒrde eine noch stĂ€rkere Konzentration von AtommĂŒll am Standort Neckarwestheim mit seiner ungeeigneten Geologie bedeuten, der Sinn der Transporte ist nicht nachvollziehbar.
  • Ein Transport von Castoren ist riskant, und er ist vor allen ein Ă€ußerst leichtes Ziel fĂŒr einen Terroranschlag. Schiffstransporte sind nicht erprobt, sind als Terrorrisiko noch viel brisanter als Straßentransporte, bieten besonders beim Schleusen ein sehr einfaches Ziel. Die Zerstörung eines einzigen Castors könnte ganze Landstriche unbewohnbar machen. Die Bergung eines zerstörten Castors aus dem Neckar erscheint aussichtslos.
  • Heilbronn muss zum Schutz der Stadt, des Flusses und seiner BĂŒrger alles tun, um den wahnwitzigen Plan des Castor-Schiffstransportes zu verhindern.

Sehr geehrter Herr OberbĂŒrgermeister Mergel, wir erinnern uns alle noch an die Zeit, als Ignoranz, LĂŒgen und Vertuschen dafĂŒr sorgten, dass jahrelang Atomraketen in Heilbronn stationiert waren und die Stadt in grĂ¶ĂŸte Gefahr brachten.

Helfen Sie bitte mit, dass sich nicht die gleichen Fehler bei der kommerziellen Atomgefahr wiederholen.

 

AktionsbĂŒndnis Energiewende Heilbronn

Hier die Antwort von Herrn OB Harry Mergel

und hier eine Bewertung seiner Antwort


Wir unterstĂŒtzen die beiden Anti-Atom-AktivistInnen gegen CASTOR-Transporte nach Lubmin – ihr Protest ist auch unser Protest!

erstellt am: 28.03.2015 • von: Franz • Kategorie(n): Allgemein, AtommĂŒll & Castor, Lubmin / Greifswald

Blockmin - Castoren nach Lubmin stoppenDas AktionsbĂŒndnis Energiewende Heilbronn unterstĂŒtzt die beiden Anti-Atom-AktivistInnen gegen CASTOR-Transporte nach Lubmin – ihr Protest ist auch unser Protest!

Am 31. MĂ€rz 2015 werden zwei AtomkraftgegnerInnen, die 2010 gegen den AtommĂŒlltransport nach Lubmin protestiert haben, in Stralsund vor Gericht stehen.

Wir erklÀren uns solidarisch mit den Forderungen der AktivistInnen nach einem Stopp der Atomtransporte und einem sofortigen Atomausstieg.

Wir fordern, dass der wichtigen Auseinandersetzung um unsere Energieversorgung breiter Raum gegeben wird, anstatt sie mit der Strafrechtskeule zu bedrohen. SĂ€mtliche Repressionen gegen die beiden AtomkraftgegnerInnen sind zu unterlassen.

Die beiden UmweltschĂŒtzerInnen verdienen fĂŒr ihre gewaltfreie Aktion und ihre große Zivilcourage, mit der sie fĂŒr eine Abkehr von der Atomtechnik streiten, unseren Respekt und unsere UnterstĂŒtzung!

Mehr Infos: http://blockmin.blogsport.eu


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