Letzter Stör-Fall-Mob am Samstag 19.12.

Stiller Protest - Radioaktivität hört man nicht

Pressemitteilung

Am Samstag des 4. Advent ließen sich am Hafenmarkt 14 Anti-Atom-Aktivisten um Punkt 11:58 Uhr wie sterbend zu Boden sinken und hielten Radioaktivitätszeichen in den Händen. Nach ca. 2 Minuten erhoben sich die Teilnehmer wieder und verließen still den Aktionsort, wie sie gekommen waren. Den Besuchern des Weihnachtsmarktes blieb eine Erinnerung an die ständig gegenwärtige Gefahr der Radioaktivität, die man weder riechen, noch hören oder sehen kann.

Bundesweit hatte das Antiatom-Netzwerk .ausgestrahlt an den Adventssamstagen zu Kurzdemonstrationen nach dem Muster der „Flash-Mobs“ aufgerufen. In mehr als 50 Städten fanden diese Aktionen gleichzeitig statt, auch in Heilbronn.

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Diese Flash-Mobs haben einen politischen Inhalt: Sie richten sich gegen die von den Stromkonzernen gewünschten und von der atomfreundlichen Regierung unterstützen Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke. Hintergrund ist die Debatte um die Sicherheit von Atomkraftwerken. In den angekündigten Neuverhandlungen des Atomgesetzes zwischen Regierung und Atomkonzernen wird es auch um die Kopplung von Laufzeiten an Sicherheitskriterien gehen. Dabei besteht die Gefahr, dass die Sicherheitskriterien so niedrig gehalten werden, dass alle Atomkraftwerke weiterlaufen können. Weiterhin ist zu erwartend, dass RWE für Biblis und EnBW für Neckarwestheim 1 Anträge auf Laufzeitübertragungen von alten auf neue AKWs stellen, wie es ihnen aus Regierungskreisen empfohlen wurde. Mit den „Stör-Fall-Mobs“ von ausgestrahlt.de soll einerseits der Druck auf die Regierung gehalten werden und andererseits die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Sicherheitsfrage der Atomenergie gelenkt werden.

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Mehr Informationen zu den Stör-Fall-Mobs

Atompolitische Analysen

Hintergrund: Was ist ein Flashmob?
Flash Mobs ("Flash" für "blitzartig", "Mob" für "Menschen-Menge") sind über E-Mail, SMS und Web 2.0 initiierte kurzzeitige, scheinbar spontane Ansammlungen von Menschen an öffentlichen Plätzen, die eine kollektive Handlung ausführen und dann wieder verschwinden. Flashmobs werden zunehmend als politische Aktionsform genutzt, da ihr Effekt meist groß ist und Neugier und Interesse hervorruft.