Energiewende Heilbronn Blog


Stadtradeln 2016: neben Stadt HN nun auch im Landkreis: So 12.6. bis Sa. 2.7.16

erstellt am: 17.06.2016 • von: Franz • Kategorie(n): AktionsbĂŒndnis Energie­wende Heilbronn, Allgemein, Verkehrswende

Stadtradeln 2016

Stadtradeln – ein tolle Sache!

Das Team der Freunde und Freundinnen der Energiewende ist in der Stadt Heilbronn von Anfang an beim Stadtradeln dabei, also seit 2012. Jedes Jahr mit dabei auch Aktive der „Heilbronner gegen S21″. Und manche Freunde aus dem bislang Stadtradel-freien Landkreis hĂ€tten auch gerne mitgemacht, aber mussten bis 2016 warten, bis es endlich auch im Landkreis Heilbronn möglich ist, am Stadtradeln teilzunehmen. Deshalb wagen die „Freunde der Energiewende/EnerGeno“ nun eine Aufteilung des Teams, um in beiden Kreisen an den Start zu gehen.

Die beiden Teams sind offen fĂŒr alle Freunde einer nachhaltigen und regenerativen Zukunft.

Und darĂŒber hinaus freuen sie sich, falls sich jemand auch fĂŒr die Arbeit des AktionsbĂŒndnisses Energiewende Heilbronn oder fĂŒr eine Mitgliedschaft in der EnerGeno Heilbronn-Franken eG interessiert, der unabhĂ€ngigen BĂŒrger-Energie-Genossenschaft unter dem Motto: „Neue Energie fĂŒr Alle“

Anmelden und mittmachen:
FĂŒr das Landkreis-Team geht es hier entlang!
und fĂŒr das Stadtkreis Team hier!

Zwischenstand nach der ersten Woche (Stand 19.6., 21 Uhr):
Stadtkreis-Team: 9 aktive RadlerInnen mit 442,1 km in der 1. Woche und schon 235,7 km fĂŒr die 2. Woche.
Landkreis-Team: 5 aktive RadlerInnen mit 183,0 km in der 1. Woche und schon 106,7 km fĂŒr die 2. Woche.

Zusammen: 14 aktive RadlerInnen mit 625,1 km in der 1. Woche und schon 342,4 km fĂŒr die gerade erst begonnene 2. Woche.
Das sind insgesamt 967,5 km und eine CO2-Vermeidung von 137,3 kg.


WĂ€hlen nutzt nur, wenn man auch auf die Straße geht – WahlprĂŒfsteine der AG AtomErbe Neckarwestheim

erstellt am: 11.03.2016 • von: Franz • Kategorie(n): AKW-Stillegung und Abriss, Allgemein, Politik

AG AtomErbe Neckarwestheim LogoWer nur beim WĂ€hlen seine Stimme „abgibt“, verschenkt seine Rechte und seinen Einfluss. WĂ€hlen nutzt nur, wenn sich die Kandidaten und die GewĂ€hlten fĂŒr ihre Worte und ihr Handeln verantworten mĂŒssen, vor der Wahl und nach der Wahl. Deshalb: machen wir BĂŒrgerinnen und BĂŒrger es den Politikern nicht leicht! Bleiben wir hartnĂ€ckig und unbequem! Glauben wir nicht wohlfeilen Worten, sondern setzen wir Taten durch!

Vor Wahlen kann man „WahlprĂŒfsteine“ nutzen, um Anhaltspunkte zur Bewertung der Politik zu bekommen, natĂŒrlich kann man auch die Kandidaten direkt damit konfrontieren.

Seitens der AG AtomErbe Neckarwestheim gibt es dafĂŒr einen Vorschlag mit 5 „WahlprĂŒfsteinen“ fĂŒr die Landtagswahl: (mehr …)


Kehrwoche? Was beim AKW-Abriss in Baden-WĂŒrttemberg unter den Teppich gekehrt wird …

erstellt am: 10.03.2016 • von: Franz • Kategorie(n): AKW-Stillegung und Abriss, Informationskommission, KWO Obrigheim

Kehrwoche?

Was beim AKW-Abriss in Baden-WĂŒrttemberg unter den Teppich gekehrt wird …

UntermTeppich

MĂŒsst Ihr immer dagegen sein?

oder: Wen kĂŒmmert der Abriss von Atomanlagen?

(verfasst am 26.4.2015)

RĂŒckbau von Atomkraftwerken, das klingt gut.

Klingt wie: es wird alles wieder gut, jetzt wird aufgerĂ€umt, und nach dem Kehraus bleibt kein KrĂŒmel Atomsorgen mehr ĂŒbrig. Endlich wird wieder grĂŒnes Gras wachsen.

Jahrzehntelang hat von Angst gesteuerte VerdrĂ€ngung den Betrieb der AKWs ĂŒberhaupt erst ermöglicht. Mit den Details wollte man sich lieber nicht befassen. Und jetzt fĂŒhren fast hypnotische Schlagworte wie „Atomausstieg“, „RĂŒckbau“, „Freimessen“ und „GrĂŒne Wiese“ zu einem erleichterten Aufatmen und wieder zu einem Wegschauen. Doch die RealitĂ€t des AKW-Abrisses ist ebenso schmutzig wie der Betrieb (und der lĂ€uft im Nachbar-AKW ohnehin noch weiter). (mehr …)


Vom AKW auf die Deponie – Schwach radioaktiver MĂŒll nach Schwieberdingen, Ensingen, Heilbronn, Billigheim, Buchen, Sinsheim – Veranstaltung am 23.2.2016 in Schwieberdingen

erstellt am: 19.02.2016 • von: Franz • Kategorie(n): AKW-Stillegung und Abriss, AtommĂŒll & Castor, GKN Neckar­westheim

Plakat der Veranstaltung in Schwieberdingen am 23.2.2016 zum Thema radioaktiver MĂŒll auf Deponien im LandWird ein AKW stillgelegt und verschrottet, enthĂ€lt seine Substanz noch sehr viel RadioaktivitĂ€t.
Dann wird getrennt, gemischt, geschrubbt und abgeschliffen, und dabei die RadioaktivitÀt umverteilt.

Abschalten oder Neutralisieren lĂ€sst sich die RadioaktivitĂ€t ja nicht, aber in MĂŒllarten unterschiedlicher StrahlungsstĂ€rke aufteilen.

Dass nebenbei eine Menge RadioaktivitÀt in das Abwasser und in die Luft abgegeben wird, spart Kosten. Kostet aber gesunde Zukunft.

Wenn dann das AKW in Metallschrott, Betonschutt, Bauruinen und sonstigen MĂŒll aufgeteilt wurde, dann soll dieser MĂŒll verschiedene Wege gehen:

(mehr …)


Heilbronn vor den atomaren und radioaktiven Gefahren schĂŒtzen! Offener Brief an den Heilbronner OberbĂŒrgermeister

Rakete und Reaktor - abschaffen und stoppen
Sehr geehrter Herr OberbĂŒrgermeister,

Sie protestieren heute zusammen mit den „Pacemakern“ gegen die weiter bestehende und sogar zunehmende Gefahr durch Atomwaffen in BĂŒchel und international, dafĂŒr möchten wir Ihnen herzlich danken.
Wir alle denken dabei auch an die frĂŒhere Stationierung von Atomraketen in Heilbronn.

Geschichtlich, technisch und politisch auf das Engste mit den Atombomben verknĂŒpft ist die kommerzielle Nutzung der Atomkraft, und auch diese berĂŒhrt Heilbronn in ganz besonderer Weise.

Wir bitten Sie deshalb, Herr OberbĂŒrgermeister, sich engagiert fĂŒr den Schutz Heilbronns und seiner BĂŒrger vor den folgenden Gefahren einzusetzen und rasch die nötigen Schritte zu gehen.

Weiterbetrieb des AKWs GKN II

  • Jeder Tag bedeutet: mehr Strahlung, mehr Unfallgefahr, mehr MĂŒll, gerade auch fĂŒr Heilbronn.
  • Heilbronn muss sich fĂŒr die sofortige Abschaltung einsetzen!
  • Die Infokommission zum GKN muss endlich Heilbronn einbeziehen!

AbrĂŒstung und Demontage des AKWs GKN I und spĂ€ter des AKWs GKN II

  • Das Zerlegen, Freiputzen und Abreißen setzt viel radioaktive Luft direkt bei Heilbronn und viel radioaktives Abwasser in den Neckar frei, Heilbronn muss sich fĂŒr die konsequente Minimierung der Strahlung einsetzen.
  • Das Genehmigungsverfahren ist sehr eingeengt und nicht transparent, Heilbronn muss sich Mitsprache erkĂ€mpfen.
  • Der Neubau zweier zusĂ€tzlicher Atomanlagen in Neckarwestheim (Abrissfabrik „RBZ“ und neues AtommĂŒlllager „SAL“) wird ohne UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung genehmigt werden, und ohne BĂŒrgerbeteiligung. Beide sollen am unsichersten Standort direkt am Neckar gebaut werden. Akzeptiert Heilbronn dieses Absenken von Standards?

Langfristiges Castoren-Lager ohne ausreichenden Schutz, ohne ausreichende Genehmigung

  • Das Neckarwestheimer Castorenlager wird absehbar viele Jahrzehnte lĂ€nger in Betrieb sein als genehmigt. Es hat keinen ausreichenden Schutz gegen Terror und Flugzeugabsturz. Heilbronn wĂ€re bei einem Versagen des Lagers in seiner Existenz bedroht. Und jedes Jahr kommen noch Castoren hinzu.

Langfristiges Lager fĂŒr schwach- und mittelradioaktiven AtommĂŒll

  • Im GKN lagern bereits große Mengen an schwach- und mittelradioaktivem AtommĂŒll. Beim Abriss kommen noch weitere Massen hinzu. Ein neues Lager fĂŒr diesen MĂŒll wird voraussichtlich mehrere Jahrzehnte in Betrieb sein, Normalbetrieb und Störungen bedrohen die Umgebung.

„Freigemessenes“ und „herausgegebenes“ Material in freier Verteilung trifft auch Heilbronn

  • Hunderttausende Tonnen an Anlagen- und GebĂ€udeteilen sollen „freigegeben“ und „herausgegeben“ werden. Dieses Material darf also, auch wenn es noch radioaktiv ist, völlig frei in Umlauf gebracht und beliebig verwendet werden, das ist eine nicht rĂŒckholbare radioaktive Verseuchung der BiosphĂ€re.
  • Als direkter Anlieger des AKWs ist Heilbronn mit seinen BĂŒrgern besonders gefĂ€hrdet, diesem Material konzentriert ausgesetzt zu sein. Heilbronn muss sich aktiv gegen diese Praktiken wehren und den geordneten Verbleib dieses Materials am Standort des AKWs fordern.

Ein kleiner Teil des „freigemessenen“ radioaktiven Materials ist zur Deponierung v.a. auf Bauschutt-Deponien vorgesehen.

  • Steht Heilbronn dauerhaft verlĂ€sslich zum Wort, dass kein „freigemessener“ MĂŒll aus der Atomwirtschaft mehr in der Untertagedeponie eingelagert wird?
  • Stellt Heilbronn sicher, dass kein „freigemessener“ Bauschutt oder anderes „freigemessenes“ Material auf der Deponie Vogelsang landet? Oder gibt es dort eventuell bereits solches Material oder ist die Annahme von solchem Material geplant oder wird vorbereitet? Dann muss die Stadt fĂŒr ihre BĂŒrger volle Transparenz herstellen.
  • Die Annahme von „freigemessenem“ Material in Einrichtungen der Stadt Heilbronn sowie von Firmen mit stĂ€dtischer Beteiligung sollte fĂŒr alle Zeiten eindeutig ausgeschlossen werden.

Hochspannungs-Gleichstromleitungen verzögern möglicherweise die weitere Energiewende

  • Das direkt an Heilbronn angrenzende Umspannwerk Großgartach soll der bundesweit grĂ¶ĂŸte Knoten der geplanten „HGÜ“-Leitungen werden. Nahezu alle Leitungen nach Großgartach gehen ĂŒber Heilbronner Gemarkung.
  • Derzeit ist unklar, ob diese Leitungen der Energiewende nutzen oder diese eher ausbremsen, denn die BefĂŒrworter der Leitungen verbergen ihre eigentlichen BeweggrĂŒnde.
  • Heilbronn als am stĂ€rksten vom HGÜ-Projekt betroffene Stadt muss ein grĂ¶ĂŸtmögliches Interesse an Ehrlichkeit und Transparenz in der Diskussion haben und muss diese Offenheit einfordern. Es darf nicht sein, dass Stadt und BĂŒrger Lasten tragen, die nur kommerziellen Interessen dienen und die Energiewende belasten wĂŒrden.
  • Heilbronn darf nicht dulden, dass das notwendige und mögliche sofortige Abschalten der AKWs mit Verweis auf die Leitungen verzögert wird.

Geplanter Schiffstransport von 15 Castoren aus Obrigheim durch Heilbronn

  • Die EnBW plant, in etwa 5 Schiffstransporten insgesamt 15 Castoren mit hochradioaktiven Brennelementen aus Obrigheim nach Neckarwestheim zu bringen, um sich in Obrigheim den Bau eines Castoren-Lagers zu sparen. Es wĂŒrde eine noch stĂ€rkere Konzentration von AtommĂŒll am Standort Neckarwestheim mit seiner ungeeigneten Geologie bedeuten, der Sinn der Transporte ist nicht nachvollziehbar.
  • Ein Transport von Castoren ist riskant, und er ist vor allen ein Ă€ußerst leichtes Ziel fĂŒr einen Terroranschlag. Schiffstransporte sind nicht erprobt, sind als Terrorrisiko noch viel brisanter als Straßentransporte, bieten besonders beim Schleusen ein sehr einfaches Ziel. Die Zerstörung eines einzigen Castors könnte ganze Landstriche unbewohnbar machen. Die Bergung eines zerstörten Castors aus dem Neckar erscheint aussichtslos.
  • Heilbronn muss zum Schutz der Stadt, des Flusses und seiner BĂŒrger alles tun, um den wahnwitzigen Plan des Castor-Schiffstransportes zu verhindern.

Sehr geehrter Herr OberbĂŒrgermeister Mergel, wir erinnern uns alle noch an die Zeit, als Ignoranz, LĂŒgen und Vertuschen dafĂŒr sorgten, dass jahrelang Atomraketen in Heilbronn stationiert waren und die Stadt in grĂ¶ĂŸte Gefahr brachten.

Helfen Sie bitte mit, dass sich nicht die gleichen Fehler bei der kommerziellen Atomgefahr wiederholen.

 

AktionsbĂŒndnis Energiewende Heilbronn

Hier die Antwort von Herrn OB Harry Mergel

und hier eine Bewertung seiner Antwort


Wir unterstĂŒtzen die beiden Anti-Atom-AktivistInnen gegen CASTOR-Transporte nach Lubmin – ihr Protest ist auch unser Protest!

erstellt am: 28.03.2015 • von: Franz • Kategorie(n): Allgemein, AtommĂŒll & Castor, Lubmin / Greifswald

Blockmin - Castoren nach Lubmin stoppenDas AktionsbĂŒndnis Energiewende Heilbronn unterstĂŒtzt die beiden Anti-Atom-AktivistInnen gegen CASTOR-Transporte nach Lubmin – ihr Protest ist auch unser Protest!

Am 31. MĂ€rz 2015 werden zwei AtomkraftgegnerInnen, die 2010 gegen den AtommĂŒlltransport nach Lubmin protestiert haben, in Stralsund vor Gericht stehen.

Wir erklÀren uns solidarisch mit den Forderungen der AktivistInnen nach einem Stopp der Atomtransporte und einem sofortigen Atomausstieg.

Wir fordern, dass der wichtigen Auseinandersetzung um unsere Energieversorgung breiter Raum gegeben wird, anstatt sie mit der Strafrechtskeule zu bedrohen. SĂ€mtliche Repressionen gegen die beiden AtomkraftgegnerInnen sind zu unterlassen.

Die beiden UmweltschĂŒtzerInnen verdienen fĂŒr ihre gewaltfreie Aktion und ihre große Zivilcourage, mit der sie fĂŒr eine Abkehr von der Atomtechnik streiten, unseren Respekt und unsere UnterstĂŒtzung!

Mehr Infos: http://blockmin.blogsport.eu


AtommĂŒll ohne Ende: Video-Aufzeichnung vom Vortrag mit Jochen Stay

erstellt am: 25.01.2015 • von: admin • Kategorie(n): Anti-Atom, AtommĂŒll & Castor, FlĂŒgel-TV, Politik

AtommĂŒll ohne Ende, Vortrag mit Jochen Stay, Sprecher von „.ausgestrahlt“

Deutschland ist noch auf Jahre hinaus zweitgrĂ¶ĂŸter Atomstrom- und damit auch AtommĂŒll-Produzent der EU. Der strahlende Abfall-Berg wĂ€chst weiter. Eine sichere Lösung fĂŒr das Jahrtausendproblem AtommĂŒll gibt es nicht. Die „Endlager“-Projekte in Gorleben, Morsleben und der Asse sind gescheitert.

2014 hat der Bundestag das sogenannte Endlagersuchgesetz beschlossen und eine Kommission eingesetzt, die sich angeblich der Probleme annehmen soll. Doch wie sieht die RealitĂ€t aus? Welche Dimensionen nimmt das AtommĂŒll-Desaster in Deutschland inzwischen an? Was bedeutet das neue Gesetz fĂŒr den AtommĂŒll-Konflikt? Was wird aus Gorleben? Wie fĂ€llt der Vergleich von Anspruch und Wirklichkeit bei der Arbeit der Kommission aus? Und welche alternativen Möglichkeiten gibt es, zu einem gesellschaftlichen Konsens in Sachen AtommĂŒll zu kommen?

Jochen Stay ist Sprecher der Anti-Atom-Organisation „.ausgestrahlt“ und seit etwa 30 Jahren aktiv gegen Atomtransporte und unsichere AtommĂŒll-Lagerung. Er hat die Rolle eines „stĂ€ndigen Beobachters“ der Kommissions-Sitzungen eingenommen. Jetzt sprach er im Rahmen seiner bundesweiten Info-Tour in Ludwigsburg ĂŒber seine Erfahrungen und EinschĂ€tzungen und machte Mut, sich in die AtommĂŒll-Debatte aktiv einzumischen.

Veranstalter des Vortrags in Ludwigsburg am 23.01.2015 waren das AktionsbĂŒndnis Energiewende Heilbronn, der Bund der BĂŒrgerinitiativen Mittlerer Neckar (BBMN e.V.) und die BĂŒrgerinitiative AntiAtom Ludwigsburg.

Von fluegel.tv gibt es den Vortrag jetzt als Video – aufgeteilt in 8 Themen: (mehr …)


Der AKW-Abriss betrifft uns alle – jetzt BĂŒrger-Anliegen einwenden zu GKN I

erstellt am: 19.01.2015 • von: Franz • Kategorie(n): Allgemein

Freigabe zum Metallrecycling - Kochtopf - ich war ein Rohr im AKW

Über das Abschalten der AKWs hinaus denken – Unterlagen-Auslegung fĂŒr GKN I hat begonnen – Frist bis 18.3.2015

 Das AktionsbĂŒndnis Energiewende Heilbronn informiert: Zwei Atomkraftwerksblöcke in unserer Nachbarschaft sind abgeschaltet und das ist gut so: Obrigheim und Neckarwestheim I („GKN I“). Das AKW „GKN II“ lĂ€uft allerdings noch. Leider schaffen auch die Stilllegung, der Abriss und der AbrissmĂŒll eines AKWs neue Probleme. Wie baut man ein AKW so auseinander, dass dabei möglichst wenig RadioaktivitĂ€t in Luft und Abwasser gerĂ€t, und auch die Handwerker möglichst wenig verstrahlt werden?

Was fĂ€ngt man mit Anlagen, Restmetall, Beton und anderen Materialien an, von denen eigentlich fast alles RadioaktivitĂ€t abbekommen haben könnte? Immerhin geht es dabei alleine bei GKN I um mehrere hunderttausend Tonnen. Nur der am stĂ€rksten strahlende MĂŒll soll in spezielle AtommĂŒlllager kommen (die bekanntlich noch nicht existieren), was ist mit dem großen Rest? Wenige Prozent davon sollen auf Deponien ĂŒber oder unter Tage kommen (so wie im Heilbronner und Kochendorfer Salzbergwerk schon viel Material aus anderen Atom-Anlagen gelagert wird), aber fast alles (ĂŒber 95%) soll zur freien Verwendung abgegeben werden und kann dann z. B. in fast beliebigen GegenstĂ€nden aus recyceltem Metall landen, in Baumaterialien oder in der MĂŒllverbrennung und deren Rauch oder Schlacke.

Niemand verfolgt die Wege dieses Materials nach. Es darf noch in einem gewissen Maß radioaktiv strahlen, weil man fĂŒr diese so genannte „Freigabe“ entschieden hat, dass jeder Mensch dadurch jedes Jahr eine zusĂ€tzliche Strahlenbelastung von 10 ”Sv oder mehr erhalten darf. Diese Festlegung aus der „Strahlenschutz-Verordnung“ ist wenig bekannt und basiert auf einer leider geheimen Berechnung. Sie bedeutet fĂŒr die Bevölkerung insgesamt eine nennenswerte Zunahme an Erkrankungen.

Das AktionsbĂŒndnis Energiewende schließt sich der Kritik namhafter Fachleute an und fordert, diese Strahlenfreigabe zu verbieten und den gesamten AbrissmĂŒll zu deponieren, und zwar am AKW-Standort. (mehr …)


Die AG AtomErbe Neckarwestheim

AG AtomErbe Neckarwestheim Logo

 

Durch den Weiterbetrieb des Blocks II und
des Castorlagers im AKW Neckarwestheim,
und durch den Abriss des Blocks I in Neckarwestheim
und des AKWs in Obrigheim, ist unsere Region
gleich vielfach vom atomaren Erbe betroffen.

 

Deshalb haben sich mehrere BĂŒrgerinitiativen zur
Arbeitsgemeinschaft AtomErbe Neckarwestheim
zusammengeschlossen, um maximale Transparenz
und klare weitere Maßnahmen zum Schutz
von Mensch und Umwelt einzufordern.

www.AtomErbe-Neckarwestheim.de

 

Die AG AtomErbe Neckarwestheim:

Download:
KurzprÀsentation der AG AtomErbe Neckarwestheim und des Logos (PDF, 2,6 MB)

 

Hier weiterlesen:

Unsere Kritik und unsere Forderungen

AtomErbe – auf diese Erbschaft wĂŒrden wir gerne verzichten

 


Fr. 16.1.15, 19:30 Uhr: Weitere Veranstaltung zum Atomraketen-UnglĂŒck 1985

erstellt am: 09.01.2015 • von: Franz • Kategorie(n): Allgemein

2015-01-16-FlyerDIE LINKE Heilbronn-Unterland und die Organisierte Linke Heilbronn (OL) laden ein:

Atomraketen und Proteste in Heilbronn – 30 Jahre Pershing 2-UnglĂŒck
Am 11.1.2015 jĂ€hrt sich bereits zum 30ten Mal das RaketenunglĂŒck auf der Heilbronner Waldheide. Damals starben 3 US-Soldaten an einer entzĂŒndeten Atomrakete. Heute erinnert nur noch ein kleiner Gedenkstein am UnglĂŒcksort an die Toten. Was steckt aber hinter diesem Jahrestag? Wieso gab es Atomraketen in Heilbronn?
In den Zeiten der Blockkonfrontation zwischen „Warschauer Pakt“ und NATO sorgte ein RĂŒstungswettlauf fĂŒr weltweite Angst vor einem Atomkrieg. Der deutsche sozialdemokratische Bundeskanzler Helmut Schmidt forderte in dieser Situation ein stĂ€rkeres Engagement der USA in Europa. Seine Forderung erfĂŒllte sich im sogenannten NATO-Doppelbeschluss von 1979, in dessen Folge Atomraketen in Westdeutschland stationiert wurden. Diese sogenannten Pershing 2-Raketen konnten von Westeuropa aus Ziele in der Sowjetunion treffen, was eine neue QualitĂ€t in der AufrĂŒstung bedeutete. Ab 1983 wurden die Pershing 2-Raketen geheim auf der Waldheide stationiert. Friedensaktivsten hatten die Raketen beobachtet, von offizieller Seite wurde aber bis zum Brand einer Pershing 2-Rakete am 11.1.85 Geheimhaltung bewahrt.

(mehr …)


« Ältere Einträge