Energiewende Heilbronn Blog


“Katastrophenschutz”: des Kaisers neue Kleider

erstellt am: 11.04.2014 • von: Franz • Kategorie(n): Anti-Atom, FlĂŒgel-TV, Fukushima, Presse

Ballonaktion zeigt: RadioaktivitĂ€t kennt keine GrenzenEinen Schutz vor den Folgen eines Super-GAUs gibt es nicht. Entsprechende “KatastrophenschutzplĂ€ne” sollen nur den Anschein geben, es sei alles unter Kontrolle. Es erinnert an “des Kaisers neue Kleider”: Jeder sieht, der Kaiser ist nackt, aber alle tun so, als sei alles in Ordnung. Konkret: Jeder weiß, dass entweder ein wirksamer Katastrophenschutz bestehen muss, oder dass jede Minute Weiterbetrieb eines AKWs verantwortungslos ist. Aber alle tun so, als wĂŒrden Grenzwerte, Radien, Zonen und viel Papier und Fantasie einen Betrieb der AKWs rechtfertigen.

Eine neue Runde in diesem Spiel gibt es heute, wenn die “Strahlenschutzkommission” ihre aktuellen Regeln beschließt und dabei eigentlich klar eingesteht, dass der Schutz der Bevölkerung nur eine Fiktion ist.

.ausgestrahlt hat dazu eine treffende PresseerklÀrung erarbeitet:
AKW-Katastrophenschutz in der ZwickmĂŒhle

Info-Tipp:
FlĂŒgel-TV hat den Vortrag von Reinhold Thiel (IPPNW) zum Thema Atomare UnfĂ€lle und Katastrophenschutz aufgezeichnet (Ludwigsburg, 16.01.2014).
Der Vortrag kann hier in drei Teilen angeschaut werden:
Atomare UnfÀlle: Die offizielle Katastrophenschutz-Planung
Atomare UnfÀlle: Tschernobyl und Fukushima lehren uns
Atomare UnfÀlle: Was kommt aus uns zu?

Bild oben: Karte der gemeldeten Luftballons bei der Störfall-Aktion am 16.11.2013


Kraftwerkspoker: Mehr Kohle fĂŒr Kohle?

erstellt am: 11.04.2014 • von: Franz • Kategorie(n): Energiewende

Montage: Abriss Kohleblöcke 5 und 6 in Heilbronn Die höchsten frei stehenden Bauwerke in Baden-WĂŒrttemberg (je 250 m) sind Wahrzeichen des fossilen Zeitalters: die beiden EnBW-Kamine in Altbach und die beiden EnBW-Kamine in Heilbronn. Durch die beiden Heilbronner Kamine gehen 5% des baden-wĂŒrttembergischen CO2-Ausstoßes in die AtmosphĂ€re, der grĂ¶ĂŸere Teil davon durch den nördlichen Schornstein (von Block 7), der Rest durch den sĂŒdlichen Schornstein (von den Blöcken 5 und 6), auf der Foto-Montage ist dessen Abriss vorweg genommen.

Kommt nun der Anfang vom Ende der Kohleverstromung in Heilbronn, nachdem die EnBW die Abschaltung der Blöcke 5 und 6 beantragt (s. Pressemitteilung der EnBW)? Also z.B. 2014 Abschaltung der Blöcke 5 und 6 und 2025 Abschaltung des Blocks 7?

Leider wohl kaum, wenn  es nach den PlĂ€nen der EnBW geht. Denn der Antrag auf Außerbetriebnahme der Blöcke 5 und 6 ist in Wirklichkeit ein Antrag auf zusĂ€tzliche Subventionen fĂŒr deren Weiterbetrieb, letztlich per Umlage zu zahlen von allen Stromkunden! (weiterlesen 
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Bye Bye Genpatsu. SolidaritĂ€t Kyoto – Neckarwestheim, 8./9.3.2014

erstellt am: 17.03.2014 • von: Franz • Kategorie(n): Anti-Atom, Fukushima, GKN Neckar­westheim

SolidaritĂ€tsflyer aus KyotoBei der Demonstration in Neckarwestheim am 9.3.14 anlĂ€sslich des 3. Fukushima-Jahrestages berichten wie schon im Vorjahr japanische GĂ€ste und es wurden Gruß- und SolidaritĂ€tsbotschaften ausgestauscht, zwischen der Antiatom-Bewegung in Kyoto und den Antiatom-Initiativen rund um Neckarwestheim.

Die GĂ€ste aus Japan waren:
Frau Mako Oshidori und Herr Ken Oshidori
sowie Herr Prof. Detlev Schauwecker.

Weitere Infos hier: http://www.endlich-abschalten.de/programm

Die Grußbotschaften wurden vorgetragen von Frau Tomoko Arai.

Die Texte der Grußbotschaften können auf japanisch und auf deutsch hier gelesen werden:
http://www.endlich-abschalten.de/solidaritaet-d-jpn

Die Ansprache von Frau Mako Oshidori und die Grußbotschaften stehen im Mittelpunkt einer Video-Dokumentation von Volker Teichert, die sich auf die deutsch-japanische SolidaritĂ€t anlĂ€sslich der Demonstrationen in Kyoto am 8.3.14 und in Neckarwestheim am 9.3.14 konzentriert. Link zu diesem Video (25 min):
Drahtsilhouette_von_Frau_Mako_Oshidori(http://www.youtube.com/watch?v=bFzRWDZit2k)
(hier weitere Videos zur Demonstration)

Die Grußbotschaft aus Kyoto wurde in deutscher Übersetzung auch als Flyer verteilt, dieser kann hier herunter geladen werden: (weiterlesen 
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Videos zum Fukushima-Jahrestag 2014

erstellt am: 17.03.2014 • von: Franz • Kategorie(n): Anti-Atom, Energiewende, Fukushima, GKN Neckar­westheim

RĂŒckblick, Dokumentation und Medienecho zur Demonstration in Neckarwestheim anlĂ€sslich des 3. Jahrestages des Beginns der Fukushima-Katastrophe sind sehr bunt und interessant. Der Demonstrationszug, die Aktionen entlang des Weges, die Kundgebung sind ebenso in Bild und Ton festgehalten wie die Stimmung und die InfostĂ€nde. Reden, Berichte und SolidaritĂ€tserklĂ€rung können nachgehört werden. Ein herzlicher Dank geht an die Aktiven von FlĂŒgel-TV und Cams21 und an Volker Teichert. Ohne sie wĂ€ren viele Informationen und EindrĂŒcke sehr vergĂ€nglich.

Links zu Filmen, Fotos und Medienberichten gibt es auf der Demo-Homepage www.Endlich-abschalten.de und auf der Homepage des AktionsbĂŒndnisses CASTOR-Widerstand Neckarwestheim.

Im Folgenden Links zu den wichtigsten Videos:

FlĂŒgel-TVFluegel.tv

Volker Teichert
Video von Volker TeichertDemonstrationszug, Teile der Ansprachen, Impressionen

Cams21 / Klangerzeuger
Cams21 - Video von Klangerzeuger
Alle Ansprachen

 


Fluegel.TV zeigt, was im Fernsehen nicht kommt

erstellt am: 01.03.2014 • von: Franz • Kategorie(n): Anti-Atom, GKN Neckar­westheim, Informationskommission, Karlsruhe, Presse

Logo Fluegel.TVInzwischen gibt es bei Fluegel-TV eine fast unĂŒberschaubare Menge von 1200 Videos. Alles Dokumentationen von Demonstrationen, Veranstaltungen, VortrĂ€gen und anderen Ereignissen.

Themensammlungen, Schlagworte, RSS-Feed und die Suchfunktion helfen beim Finden von BeitrÀgen.

Schon seit mehreren Jahren dokumentiert Fluegel-TV auch zu den Themen Atomkraft, Energiewende und berichtete schon aus der Infokommission zu AKW Neckarwestheim.

Ganz aktuell gibt es in 5 Teilen einen Vortrag von Harry Block aus Karlsruhe zur Erweiterung des dortigen “Instituts fĂŒr Transurane” (ITU) und zu den Arbeiten an Reaktoren der 4. Generation am ITU. Dort erfolgte seitens des Umweltministeriums Baden-WĂŒrttemberg eine als “Mediation” getarnte Mitmachfalle.Vortragsvideos zur Karslruher Mitmachfalle

Die fĂŒnf Teile des Vortrags im Einzelnen: (weiterlesen 
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AtommĂŒllkommission eine Farce

erstellt am: 28.02.2014 • von: Franz • Kategorie(n): Anti-Atom, AtommĂŒll & Castor

Logo AG AtomErbe NeckarwestheimNicht nur die Ergebnisse der AtommĂŒllkommission sind  schon durch Gesetz und andere Festlegungen vorgegeben, auch die Zusammensetzung der stimmberechtigten Mitglieder, die ja eigentlich reprĂ€sentativ fĂŒr die Zivilgesellschaft sein sollten, ist ein kaum zu ĂŒbertreffender Affront gegen die BĂŒrgergesellschaft.

Von 8 angeblich unabhĂ€ngigen Wissenschaftlern ist die Mehrzahl pro Gorleben festgelegt oder hat zumindest in der Vergangenheit der Atomwirtschaft zugearbeitet. Am schlimmsten fĂŒr uns in der NĂ€he von Neckarwestheim ist Bruno Thomauske anzusehen, der die Genehmigung des Castorlagers durchgedrĂŒckt hat gegen alle EinwĂ€nde, und der, direkt nachdem er gleiches fast bundesweit erledigt hatte, dann von Vattenfall belohnt wurde. Von den bizarren Streit anschließend zwischen ihm und seinem vormaligen Arbeitgeber BfS  drang wenig an die Öffentlichkeit.

Die Vertreter der Wirtschaft sind beides direkte Vertreter der Atomwirtschaft. Die Gewerkschaftsvertreterin und der Gewerkschaftsvertreter kommen gerade aus denjenigen beiden Gewerkschaften, die die Kohle- und Atomwirtschaft betreuen.

Paradox ist es auch bei den beiden Kirchenvertretern, einer davon ist gar kein Kirchenmensch, sondern ein Ex-MinisterprÀsident.

Das sind bisher 14 stimmberechtigte Mitglieder die bekannt wurden: 13 MĂ€nner, 1 Frau.

Wie gut, dass sich bisher keine Vertreter/innen von UmweltverbĂ€nden dafĂŒr hergeben, in diese “Mitmachfalle” zu gehen und die restlichen 2 PlĂ€tze zu besetzen.

Bekannt wurde auch, wer den “unabhĂ€ngigen” Vorsitz der Kommission ĂŒbernehmen soll: eine CDU-AtomfunktionĂ€rin.

.ausgestrahlt hat diese Infos zusammengetragen, hier die entsprechenden Links:

PresseerklÀrung vom 26.2.14

Kommentierte Liste der Kommissionsmitglieder

PresseerklÀrung vom 23.2.14


Der Kahlschlag fĂŒr die BuGa beginnt

erstellt am: 11.02.2014 • von: Franz • Kategorie(n): Allgemein, Klimaschutz, Lokalpolitik

BaumfĂ€llungen fĂŒr Straßenbau im Namen der BuGa Heilbronn11.2.2014: PresseerklĂ€rung des Heilbronner Stadtrates Hasso Ehinger zu den kurzfristig angekĂŒndigten BaumfĂ€llungen fĂŒr die BleichinselbrĂŒcke ab Donnerstag 13.2.2014

“In der heutigen Ausgabe der Heilbronner Stimme wird darĂŒber berichtet, dass ab Donnerstag, den 13.2. BaumfĂ€llungen im Bereich des westlichen Neckarufers und im Bereich der BleichinselbrĂŒcke geplant sind.

Ich habe daraufhin umgehend das RegierungsprĂ€sidium Stuttgart informiert, zumal 2 Schreiben von mir, ein Eilantrag vom 4.1.2014 und mein E-Mail vom 3.2.2014 mit dem Hinweis, dass fĂŒr die BleichinselbrĂŒcke noch keine wasserrechtliche Genehmigung vorliegt, bis heute nicht beantwortet sind. Solange die wasserrechtliche Genehmigung nicht vorliegt, und damit gar nicht sicher ist, ob z.B. die geplante Lage der BrĂŒcke ĂŒberhaupt genehmigt wird, darf es keine BaumfĂ€llungen im Zusammenhang mit dem Bau der neuen BleichinselbrĂŒcke geben.

Im ĂŒbrigen halte ich es fĂŒr eine Provokation, dass einerseits von der BUGA GmbH und dem GrĂŒnflĂ€chenamt seit Wochen fĂŒr morgen ein GesprĂ€ch ĂŒber PlanĂ€nderungen fĂŒr den Uferbereich mit UmweltverbĂ€nden ausgemacht ist und man jetzt ĂŒber die Presse erfĂ€hrt, dass die Planungen fertig sind. Der Hinweis vom BUGA-GeschĂ€ftsfĂŒhrer, Herrn Hanspeter Faas „Es wird kein Kahlschlag“ ist wenig tröstlich.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
Stadtrat Hasso Ehinger”

www.Hasso-Ehinger.de


Energiewende retten

erstellt am: 07.02.2014 • von: Franz • Kategorie(n): Energiewende

Demos 22.3.14 und 9.3.14 - Energiewende retten

Demonstration am AKW Neckarwestheim - 9.3.2014 - Fukushima-Jahrestag - Endlich-abschalten.de

Die Energiedinosaurier haben eine starke Lobby in der großen Koalition und und der Wirtschaft. Als gĂ€be es keine Klimakatastrophe und als hĂ€tte es nie Tschernobyl und Fukushima gegeben, wird die Energiewende sabotiert und denunziert. Alle Mittel sind recht.

Was nutzen uns die Gewinne der Großkonzerne, wenn das Klima kippt oder die nĂ€chste Atomkatastrophe kommt? Nichts, deshalb gilt es, dieser Lobby Argumente und Protest entgegen zu setzen.

Darum kommt zu den Energiewende-Demos der nĂ€chsten Wochen und werbt fĂŒr die Teilnahme dort, und zeigt den Politikern, dass wir ihr falsches Spiel nicht tolerieren.

So. 9.3.14: in Neckarwestheim: Endlich-abschalten.de

Sa. 22.3.14: 6 Demos in 7 LandeshauptstÀdten: Energiewende-Demo.de

Sa. 10.5.14:  Demo in Berlin: Energiewende-Demo.de

Verschiedene Initiativen, die gegen CO2-Verpressung, Braunkohletagebau und Kohlekraftwerke aktiv sind, haben einen Offenen Brief an Minister Gabriel geschrieben.

Unten finden Sie die zugehörige Pressemitteilung und hier den vollstÀndigen Offenen Brief:

Gabriels_EEG-Reform_-_Offener_Brief

Pressemitteilung

Zu Gabriels EEG-Reform: Statt Vorhalten von KraftwerkskapazitÀt Speichertechnologie aufbauen!

Die BĂŒrgerEnergieAltmark eG hat zusammen mit der BI „Gegen das Steinkohlekraftwerk Arneburg“ und weiteren 13 Initiativen und Organisationen, darunter der Landes-AG Umwelt- und Energiepolitik der Pirantenpartei Brandenburg, eine Stellungnahme zu Minister Gabriels „Eckpunkte zur Reform des EEG“ als offenen Brief an den Minister gesendet, mit folgenden Schwerpunkten:

  • Speicherung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist schon heute entschlossen anzugehen. Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen und Stromverbrauch sollte so zu jeder Zeit in Übereinstimmung gebracht werden, um Versorgungssicherheit zu gewĂ€hrleisten.
  • Der von Gabriel anstelle der Speicherung geforderte „zweite Markt fĂŒr das Vorhalten von KapazitĂ€t“ wĂŒrde die Fortsetzung der Kohleverstromung mit ihren Klima-, Umwelt- und GesundheitsschĂ€den bedeuten und ist deshalb abzulehnen.
  • Power to Gas als Speichertechnologie sollte eine Anschubfinanzierung aus steuerfinanzierten Fördermitteln ĂŒber eine garantierte EinspeisevergĂŒtung des Speichergases erhalten.
  • Die Gewerkschaften sind aufzufordern, die soziale Gestaltung des Wandels der Energieerzeugung aktiv zu befördern und diesem Wandel nicht entgegenzutreten. Bisher in der konventionellen Energieerzeugung BeschĂ€ftigte sollten ein Vorrecht auf ArbeitsplĂ€tze in den neuen Energien erhalten.
  • Die paradoxe Berechnungsweise der EEG-Umlage ist so zu Ă€ndern, dass nicht der Verbraucher belastet wird, wenn die Börsenpreise fĂŒr Strom dank der Erfolge der erneuerbaren Energien sinken.
  • Die Befreiung von der EEG-Umlage ist auf wenige klar begrĂŒndete FĂ€lle zu beschrĂ€nken.
  • BeschrĂ€nkung des Netzausbaus durch Nutzung dezentraler Stromvermarktung und des Gasnetzes im Power to Gas-Verfahren.
  • Abbau versteckter staatlicher Subventionen fĂŒr konventionelle Energien, Anrechnung ihrer „externen“ Umweltkosten.

Weitere Infos: www.gegen-steinkohlekraftwerk-arneburg.de


Atomkraftgegner fordern RĂŒckbaustopp

erstellt am: 31.01.2014 • von: Franz • Kategorie(n): Allgemein

Logo AG AtomErbe NeckarwestheimArbeitsgemeinschaft AtomErbe Neckarwestheim
www.AtomErbe-Neckarwestheim.de

 

Presseinformation 29.01.2014

Atomkraftwerk Neckarwestheim:
Atomkraftgegner fordern RĂŒckbaustopp

Sehr geehrte Damen und Herren,
zu unserer Pressekonferenz am 29.01.2014 vor der Veranstaltung mit dem Strahlenexperten Wolfgang Neumann erhalten Sie von der AG AtomErbe Neckarwestheim folgende Stellungnahme.

 

Wir lehnen die derzeitige Praxis des RĂŒckbaus / Abriss von Atomkraftwerken ab und fordern einen Abrissstopp fĂŒr das GKN 1 in Neckarwestheim!

Beim Abriss des GKN 1 entstehen ca. 400.000 Tonnen an Bauschutt, Materialen und genereller AbrissmĂŒll, der mehr oder weniger Strahlung enthĂ€lt und kontaminiert sein kann. GemĂ€ĂŸ der derzeitigen Abrisspraxis kann der Betreiber EnBW bereits in der sogenannten Nachbetriebsphase, also noch ohne eine Genehmigung seitens der Aufsichtsbehörden, mit dem Freiputzen und Freimessen von radioaktiv verstrahlten Anlagenteilen beginnen.

Die Nachbetriebsphase ist eine radioaktive Grauzone. Die AG AtomErbe Neckarwestheim lehnt dieses Vorgehen ab, da beim Freiputzen RadioaktivitĂ€t in den Neckar und die Umgebung abgegeben wird. In der gesamten bisherigen Abrisspraxis kommt durch das Freimessen die RadioaktivitĂ€t im Alltagsleben der Menschen an, wird entweder auf Deponien gelagert oder im „Wertstoffkreislauf“ weiter verwendet, beispielsweise im Straßenbau oder als Metallschrott. Eine konkrete Auskunft ĂŒber den Verbleib und die noch vorhandene radioaktive Belastung gibt es nach dem Freimessen nicht mehr. Es herrscht das Prinzip Vertuschung, wobei die Menschen nicht erfahren, in welchem Umfang radioaktives Material durch den „Wertstoffkreislauf“ im tĂ€glichen Leben als Gefahr ankommt.

Die gesundheitliche GefĂ€hrdung durch Strahlung im Block 1 richtet sich allein nach der Halbwertszeit der Radionuklide. GemĂ€ĂŸ dieser physikalischen Halbwertszeit bleibt die Strahlung auch beim Freiputzen und Freimessen unvermindert erhalten, unabhĂ€ngig davon, wie breit das radioaktive Material gestreut oder beispielsweise in den Neckar geleitet wird.

Wir fordern:

  • Atomausstieg sofort – GKN 2 abschalten, kein weiterer AtommĂŒll
  • Abrissstopp: Erstellung eines radioaktiven Gesamtkatasters einschließlich der zu erwartenden Abfallmengen des GKN 1
  • dann KlĂ€rung des langfristigen weiteren Umgangs mit dem radioaktiv belasteten MĂŒll und der Abrissplanung von GKN 1

Die Mitglieder der AG AtomErbe Neckarwestheim:
Aktion Strom ohne Atom Stuttgart, AktionsbĂŒndnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim, AktionsbĂŒndnis Energiewende Heilbronn, BUND-Regionalverband Heilbronn-Franken, BĂŒrgerinitiative AntiAtom Ludwigsburg
www.AtomErbe-Neckarwestheim.de


AKWs lassen sich abschalten, RadioaktivitĂ€t nicht – Vortrag 29.1.14

erstellt am: 24.01.2014 • von: Franz • Kategorie(n): AKW-Stillegung und Abriss, AtommĂŒll & Castor, GKN Neckar­westheim, KWO Obrigheim

Einladung zum Vortrag am Mittwoch 29.1.14 in Kirchheim/Neckar.

Beim ALogo RadioaktivitĂ€t erreicht jeden Winkelbriss von AKWs entstehen MĂŒllberge ungeahnten Ausmaßes. Selbst bei einem kleinen AKW wie Obrigheim muss man mit ca. 300.000 Tonnen Bauschutt, Maschinen, Arbeitsmaterialien usw. rechnen, die alle mehr oder weniger Strahlung enthalten oder zumindest kontaminiert sein können.

Das wenigste von diesem MĂŒll kommt auf Deponien, vieles soll “freigemessen” werden und sogar als Baumaterial, Metallrecycling u.Ă€. wieder verwendet werden, ohne dass der Verbleib nachbeobachtet wird. Alles nach dem Motto: immer noch ein bisschen mehr Strahlung, das macht doch nichts. Die Kombination von Grenzwert-Konzept und “Freimessen” ist aber sehr ungesund.

In Obrigheim lĂ€uft der Abriss schon auf vollen Touren, in Neckarwestheim beim Block 1 ebenfalls, dort aber noch ganz ohne Genehmigung (sogenannte Nachbetriebsphase). Es herrscht das Prinzip Vertuschung, die Menschen sollen nicht erfahren, dass nach und nach jeder seine Portion AtommĂŒll abbekommt.

Dagegen wollen wir uns wehren.

Wichtige Infos und Diskussionen gibt es am Mittwoch 29.1.14 ab 19:30 Uhr in Kirchheim/Neckar in der alten Schule (Besigheimer Straße 7, EG, Raum 12/13, leicht vom Bahnhof zu erreichen. Zugang auch ĂŒber Rathausstr. neben Nr. 10).

Dort stellt sich die neu gegrĂŒndete AG AtomErbe Neckarwestheim vor und wir hören einen Vortrag des Physikers und unabhĂ€ngigen Strahlenexperten Wolfgang Neumann.

Homepage mit weiteren Infos: www.AtomErbe-Neckarwestheim.de

Kommt zahlreich!

Logo AG AtomErbe Neckarwestheim

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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